Welcher Preis ist für einen Fotografen angemessen

Nicht erst seit der Werbung eines Elektromarktes vor einigen Jahren hat sich eine Aussage: „Geiz ist…“ in die Köpfe der Verbraucher gebrannt. Warum erscheinen auf den ersten Blick Dienstleistungen so teuer? Wird genauer hingesehen und der Preis eines Fotografen betriebswirtschaftlich betrachtet, fällt auf, dass die Preise meist gar nicht so hoch angesetzt sind! Du möchtest wissen wieso? Vielleicht hilft Dir der nachfolgende Artikel, die Preise einer Dienstleistung beziehungsweise die Preise von Fotografen mit etwas anderen Augen zu betrachten!

Vergoldete Bilder vom Fotografen

Sehr häufig verstehen Kunden nicht, wie der „hohe Preis“ zustande kommt. Im Grunde genommen ist es nie eine Diskussion, eher eine Rechtfertigung gegenüber dem Kunden, warum 65 Euro Stundenlohn vollkommen legitim sind! Alleine bei dieser Summe bekommen enige große Augen und denken sich: Irre, was für ein hoher Stundenlohn – Werden die Bilder vergoldet?

Wie viel bleibt als Kleinunternehmer hängen?

Egal ob Unternehmer oder Kleinunternehmer, von den Einnahmen geht diverses ab. Als nebenberuflicher Fotograf mit Kleinunternehmerstatus ist man nicht vorsteuerabzugsberechtigt. Man muss vorab also keine Steuer abführen und weist diese folglich auf den Rechnungen auch nicht aus. Ausgehend dass die 17.500 Euro erreicht werden, die ein Kleinunternehmer als Fotograf im Jahr verdienen darf, wird davon 11,24 Prozent an Steuern abgezogen. Demnach 1.967,57 Euro. Bleibt vorerst ein Rest von 15.532,43 Euro.

Auf zwölf Monate verteilt sind das 1.294.37 Euro pro Monat die man als Fotograf in Lübeck (Kleinunternehmer) einnehmen dürfte. Bei einem Stundenlohn von 65 Euro wären dies auf die 15.532,43 Euro umgerechnet 239 Stunden, verteilt auf zwölf Monate knapp 20 Stunden pro Monat. Runtergerechnet auf Werktage (Mo-Fr) hat ein Monat im Durchschnitt 20 Arbeitstage. Werden die 20 Stunden auf die 20 Tage verteilt, ergibt das eine Arbeitsstunde pro Tag. Nur: Der Kunde bezahlt zwar nur eine Stunde, dahinter verbirgt sich aber meist ein wesentlich höherer Aufwand, der mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Diese Leistungen erhält ein Kunde für eine bezahlte Stunde

Nachfolgendes Beispiel eines einstündigen Indoor Shooting Auftrags im Studio des Fotografen:

  • Voriges Telefonat oder Emailverkehr 10 Minuten
  • Vorbereitung aufs Shooting 15 Minuten
  • Einstellung des Blitzsetups 10 Minuten
  • Shooting mit dem Kunden 60 Minuten
  • Sichtung der Bilder 30 Minuten
  • Bereitstellung der Bilder (Server) 5 Minuten
  • Rücksprache und Auswahl der Bilder 10 Minuten
  • Bearbeitung zwei Bilder (á 30 Minuten) 60 Minuten
  • Rechnung schreiben 5 Minuten
  • Rücksprache/Abgabe Bilder 5 Minuten

Ergibt 3,5 Stunden für eine gebuchte Stunde. Auf die 65 Euro gerechnet, macht das einen Stundenlohn von 18,57 Euro abzüglich der 11,24 Prozent Steuern. Bleiben 16,48 Euro. Davon gehen jetzt anteilig noch die monatlichen Fixkosten eines Fotografen ab, wie:

  • Versicherungen (Kameraversicherung, Haftpflichtversicherung etc.)
  • Marketing
  • Homepagekosten
  • Rechtsschutz
  • Steuerberater
  • Fahrtkosten
  • Handwerkskammer
  • GEZ
  • Krankenversicherung
  • Verbrauchsmaterial

In meinem Fall sind das monatlich 220,36 Euro. Von den 1.294.37 die man monatlich umsetzen darf sind das 17 Prozent Fixausgaben. Somit gehen von dem Stundenlohn 16,48 Euro noch mal 17 Prozent ab, bleiben 13,67 Euro. Irre oder? Der Kunde bezahlt für ein einstündiges Shooting 65 Euro, und übrig bleiben 13,67 Euro Stundenlohn für den Fotografen. Aber eigentlich fließen in die obige Zusammenrechnung der Stunden noch weitere Stunden mit ein. Siehe nachfolgend!

Weitere Arbeitsstunden als Fotograf

Ich habe das Glück, das ich hauptberuflich im Marketing arbeite und somit diese Ausgaben erstmal nicht bezahlen muss. Aber das heißt nicht, dass es diese Arbeit umsonst gibt. Tag für Tag fließt hier meine eigene Arbeitszeit ein. Sei es für neue Texte auf der Homepage, für ein System-Update meines Content-Management-Systems oder für die Betreuung der Social-Media-Kanäle. Außerdem muss ich Anfragen von Kunden bearbeiten, recherchieren, mich weiterbilden, Angebote schreiben und vieles mehr. Meine eigenen Stunden zähle ich nicht, obwohl diese auch mit in die Kostenkalkulation einfließen müssten.

Die Arbeit für die eigene Marke

Wer eine Webseite unterhält und dazu noch einen oder mehrere Social Media Kanäle, weiß wie viel Zeit hier einfließt und das täglich. Sei es einmal wöchentlich einen Artikel schreiben für den eigenen BLOG oder die tägliche Community Betreuung im jeweiligem Social Media Kanal Ist man hier als Fotograf nicht up to date, verschwindet man schnell aus den Timeline der Fans. Und passiert nichts auf der Website, geht man schnell zwischen all den anderen Fotografen und Dienstleistern unter.

Wer also meint, mal eben auf die Schnelle als Fotograf reich zu werden, den muss ich enttäuschen!

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Bestimme Deinen Wert als Fotograf

Eine einfache Rechnung, wie Du den Wert Deiner Fotos bestimmen kannst:

  • Wie viel Zeit hast Du in der Woche für die Fotografie zur Verfügung?
  • Wenn Du kaum hinterherkommst, um Deine Aufträge abzuarbeiten, solltest Du Deinen Preis erhöhen.
  • Sollen Deine Bilder kommerziell genutzt werden, lass Dir die Nutzungsrechte bezahlen.

Harte Arbeit und Disziplin

Von nichts kommt nichts, und eins meiner Lieblingszitate von Henry Ford lautet: „Wer immer nur das tut was er schon kann, bleibt immer nur das was er schon ist“. Ich habe das große Glück, dass ich liebe was tue! Hauptberuflich arbeite ich als SEO Manager/ Web-Analyst für einen Finanzdienstleister in Lübeck, nebenberuflich seit zwei Jahren als Fotograf. Die Disziplin, immer ein wenig mehr zu tun als die anderen, habe ich mir selbst erarbeitet. Eine der positiven Eigenschaften, die mir in meinem früheren Beruf als als Personal Trainer ebenfalls zugute kam.

Wie berechnet sich die Leistung eines Fotografen

Das ist eine Frage, mit der sich ein Fotograf sehr lange auseinandersetzen sollte. Zum Beispiel. Mein Anspruch an die eigene Bilderqualität und dessen Bildbearbeitung ist sehr hoch. Ich bin immer noch nicht da, wo ich gerne wäre. Das heißt, ich verlange bis dato nicht den aus meiner Sicht höchstmöglichen Preis, weil der von mir an mich selbst gestellte Anspruch an meine Bilder noch keine hundert Prozent beträgt. Wenn Du Dir die obige Rechnung und Stundenauflistung anschaust, hast Du jetzt vielleicht die erste Idee.

So fand ich meinen Einstiegsstundenlohn

Zu denken gab mir meine Steuerberaterin vor fünf Jahren, als sie sagte: André, trotz 75 Euro pro Personal Trainer Stunde hast Du einen Reingewinn von 6 Euro. Das war der Moment in dem ich dachte, was läuft hier fehl? Ich fragte mich, soll ich weniger in Werbung investieren, was sind meine großen Abzüge monatlich – wo fließen meine Einnahmen hin?!

Unter Werbung zählt für mich auch, Artikel schreiben (damals auch schreiben ließ), Webseitenaufbau, Werbung in Tageszeitungen und Internet, Flyer und Visitenkarten drucken lassen usw. Darauf zu verzichten hieße: „Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen“, auch ein Zitat von Henry Ford. Ich reduzierte meine Werbeausgaben in puncto externer Artikelproduktion und konnte den Stundenlohn auf 15 Euro erhöhen. Eine Erfahrung, die die mir jetzt beim Finden der passenden Preise behilflich ist.

Was ist der richtige Preis für Dich als Fotograf

Die Frage ist, wie ein Fotograf seine Preise kalkuliert, bevor er mit der eigentlichen Arbeit beginnt. Er muss sich seiner Leistung bewusst werden. Klar gibt es Klar gibt es Konkurrenz, und zwar nicht zu knapp, aber man muss sich der Preisspirale nach unten nicht ergeben. Wer das tut, ist am Ende des Tages unzufrieden und irgendwann ausgebrannt, weil er am Fließband abliefern muss, um auf ein gutes Gehalt zu kommen. Rechne genau durch, was Du an Ausgaben und Abzügen hast, wirklich bis ins kleinste Detail. Nach einigen Wochen wirst Du ein Gefühl dafür entwickeln, ob Du Deinen Stundenlohn zu niedrig oder zu hoch angesetzt hast. Merke Dir, es wird immer einen Fotografen geben, der seine Dienstleistung billiger anbietet, also mach Dir fürs Erste darum keinen Kopf. Mach einen guten Job, sei freundlich und kommunikativ, dann werden Dich Deine Kunden auch weiterempfehlen.

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Die Preisgestaltung ist das A und O

Mir ging es anfangs nicht anders, mit der Liebe zur Fotografie vergaß ich bedauerlicherweise die Wichtigkeit der Preisgestaltung. In Bezug auf die Kunden, die meistens immer gerne weniger zahlen würden, kann ich Dir nur empfehlen: Sie können oftmals den Wert Deiner Arbeit als Fotograf nicht einschätzen und verlangen daher immer mehr! Du solltest Dir die Frage stellen: Soll die Fotografie eine Nebentätigkeit oder ein Hauptberuf werden? Genauso wie der Kunde sein Gehalt verdient, musst Du es auch. Der Bedarf an Fotografen jeglicher Art ist vorhanden, aber nicht jeder kann Dein Kunde sein.

Einfache Preisgestaltung und das Feintuning

  • Um ein passendes Angebot zu einer Anfrage zu schreiben, informiere Dich genau, was bei diesem Auftrag gewünscht wird. Je genauer Du nachfragst, umso besser kannst Du Deinen Aufwand und damit die Kosten kalkulieren!
  • Orientiere Dich an anderen Dienstleistungen. Warst Du zum Beispiel in letzter Zeit in der Autowerkstatt? Eine Reparatur Deines Autos ist auch eine Dienstleistung. Was hat der Mechaniker oder Meister für einen Stundensatz? In dieses Gehalt fließen bereits alle Unkosten des Betriebs mit ein. Das ist für Dich ein guter Anhaltswert um Deinen eigenen Preis für Deine Dienstleistung als Fotograf zu bestimmen.
  • Liegt der Stundensatz des Mechanikers oder Meisters bei 125 Euro, und Du als Neuling verlangst 65 Euro, ist dieser Betrag unterste Grenze. Liste dem Kunden genau auf, wie sich der Preis berechnet. Liste Details auf wie die An- und Abreise, wie viele Bilder er erhält und welche Anzahl davon bearbeitet wird, in welcher Form die Bilder zur Verfügung gestellt werden und wie viel Zeit für den Gesamtaufwand benötigt wird.
  • Diesen zeitlichen Gesamtaufwand multiplizierst Du mit 65 Euro. Beispiel: Du benötigst für den Auftrag insgesamt 4 Stunden, dann berechnest Du dem Kunden 260 Euro. Sei dabei wirklich ehrlich zu Dir selbst und geh Deine Zeitschätzung genau durch, hast Du wirklich nichts vergessen?
  • Kommen weitere Kosten hinzu, zum Beispiel für eine Stylistin oder Visagistin, für Locationkosten und / oder Materialkosten? Oder wird für das Shooting ein besonderes Outfit benötigt oder ein Assistent ?
  • Möchte der Auftraggeber die Nutzungsrechte der Bilder für kommerzielle Aktivitäten, multipliziere den Gesamtwert Deines Auftrags mit 0,5 bis 6. Dies ist ein ermittelter Wert der AGD (Allianz deutscher Designer – Quelle: http://www.berufsfotografen.com).

Investitionen als Fotograf

Seit 2015 fließt Monat für Monat ein Teil meiner Einnahmen in die Fotoausrüstung, in Software oder in sonstigen Bedarf in Sachen Fotografie. Durch die Transparenz meiner Ein- und Ausgaben weiß ich immer, was auf der Habenseite steht und welche Ausgaben für neues Equipment möglich sind. All die ganze Arbeit würde nicht funktionieren ohne Ehrgeiz, Spaß und ohne ein Ziel vor Augen.

Der Umgang mit Deinen Kunden

Neben meinen Ausbildungen, habe ich viel nebenher gejobbt. Eine damalige Kollegin gab mir einen weisen Spruch mit auf den Weg: Der Kunde ist König, so lange er sich königlich benimmt! Finde ich sehr passend. Die Sympathie zwischen Fotograf und Kunde sollte stets passen. Hat einer von beiden ein ungutes Gefühl, sollte ein Auftrag lieber ausgeschlagen werden, als dass am Ende beide unzufrieden sind.

Vergraule Deine Kunden nicht

Immer wieder höre ich eine bestimmte Aussage von meinen Kunden, die mich freut und mich andererseits erschreckt: „Du nimmst Dir Zeit für mich, die hat sich der letzte Fotograf nicht genommen!“ Erschreckend, weil ich mich frage, wieso vergraulen sich viele alteingesessenen Fotografen ihre Kunden und wundern sich dann über die schlechte Auftragslage? Ich habe bisher keinen der Fotografen gesprochen, auf die dies zutrifft zutrifft und kenne leider deren Beweggründe nicht, aber welche Konsequenz dies für sie hat, sollte ihnen klar sein. Die Kunden suchen sich einen anderen Fotografen.

Hobbyfotograf oder Berufsfotograf

Wo ist der Unterschied? Ich kenne einige Hobbyfotografen, die eine bessere Arbeit abliefern als ein Berufsfotograf und dazu noch günstiger im Preis sind. Natürlich gibt es in allen Lagern auch schwarze Schafe und Neider. Konkurrenz belebt das Geschäft, und das ist auch gut so! Die Erfahrung zeigt mir immer wieder, dass sowohl der Hobbyfotograf als auch Berufsfotograf an einer schlechten Auftragslage sehr häufig selbst schuld ist. Einen Grund dafür habe ich gerade genannt. Ein weiteres Beispiel, wie Kunden heute nach Fotografen suchen, nachfolgend.

Bitte zufriedene Kunden um eine Bewertung im Netz

Die Kunden kommen nur selten von alleine auf Fotografen zu, man muss dazu selbst aktiv werden. Es mag damals funktioniert haben, in seinem Fotostudio auf Kundschaft zu warten, aber heute informiert sich neunzig Prozent der Kundschaft über eine Dienstleistung oder ein Produkt im Internet. Die Kunden lesen sich Rezensionen und Bewertungen durch und schauen sich genau um, bevor sie sich dazu entschließen, eine Leistung in Anspruch zu nehmen oder ein Produkt zu kaufen. Betrachte nicht nur Deinen Laden als Aushängeschild, sondern auch Deine Präsenz und Reputation im Internet.

Sei eine Rampensau und mach auf Dich aufmerksam

Mach Werbung für Dich, bewerbe Deine Leistung, suche Dir Kanäle über die Kunden auf Dich aufmerksam werden. Als Web-Analyst kann ich Dir eine Sache an Herz legen: Du musst diese Kanäle (Deine Ausgaben auf Erfolg) messen und prüfen können. Die sogenannte ROI (Return on Invest). Das alleine ist noch mal ein eigener Artikel für sich selbst. Das Tracking Deiner On- und Offline-Aktivitäten.

Mein Tipp an alle Fotografen oder die, die es werden wollen:

  • Kunden wünschen sich nicht nur ein Bild, sie möchten eine bleibende Erinnerung.
  • Argumentiere nicht über den Preis. Hör Dir den Bedarf des Kunden an. Hör genau hin! Geb dem Kunden Sicherheit. Zum Beispiel: Über einen vergleichbaren Auftrag, den Du mit Bravour gemeistert hast und Deiner jahrelangen Erfahrung.
  • Nimm einen Auftrag nur an, wenn Du diesen auch leisten kannst. Alles andere wirkt sich schlecht auf Dich als Marke und Fotograf aus, da mit einem schlechten Ergebnis der Kunde unzufrieden ist und dies mit Sicherheit auch kommunizieren wird. Viel häufiger, als das positiv über Dich gesprochen wird.
  • Wenn bereits vorhanden, positioniere Dich in einer bestimmten Zielgruppe. Werde zum Beispiel Experte für Hundefotografie oder Hochzeitsfotografie.
  • Arbeite an Deiner Marke, Deinem Brand. Gute Bilder reichen nicht aus. Du musst Deine Leistung kommunizieren/verkaufen. Sei kommunikativ und aktiv egal wo Du Dich bewegst.
  • Achte auf Deine Preise! Einmal billig, immer billig. Setze Deinen anfänglichen Preis nicht zu niedrig an. Es ist sehr schwer, diesen im Nachhinein anzuheben!

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Letzte Aktualisierung am 19.12.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

  1. Der angegebene Preis kann seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein.
  2. Maßgeblich für den Verkauf ist der tatsächliche Preis des Produkts, der zum Zeitpunkt des Kaufs auf der Website des Verkäufers stand.
  3. Eine Echtzeit-Aktualisierung der vorstehend angegebenen Preise ist technisch nicht möglich.

6 Comments

  1. Hallo Andre Leisner ,
    ich heisse Uta (52 Jahre alt)und bin gerade auf der suche im Netz wie man die richtige Bezahlung für seine erbrachte Leistung als Fotograf einordnet und bin auf deiner Seite gelandet . Ich möchte dir auf diesen Weg mal ein grosses Lob aussprechen.

    Diese Seite ist der Knaller man sieht mit was du für einer Hingabe den Fotografen und Hobbyfotografen alles erklärst mit Spass Freude und viel Wissen und das du erst 2013 damit angefangen hast super klasse.
    Ich bin eine Fotografin im Ruhestand sag ich mal so .Ich habe zu DDR Zeiten den Beruf Fotografin gelernt und 3 Jahre ausgeübt dann kam eine Allergie zu den Negativentwickler raus und somit durfte ich nicht mehr arbeiten . Ich mache es nur hobbymässig noch da ich meine Kreativität und Spass am fotografieren noch ausleben möchte . Ich bekomme immer mal ein Auftrag durch Bekannte und Arbeitskollegen alle sagen mir ich soll mehr machen…aber ich trau mich nicht so ran weil ich immer denke andere sind besser. Ich wünsche Dir für deine Zukunft alles Gute und immer gut Licht tolle Kunden .Mach weiter so .
    LG aus Neuburg an der Donau Uta Meinert

    • Hallo Uta,
      als erstes „DANKE“. Ich freue mich immer sehr über Kommentare auf meinem Blog – ich danke Dir sehr, für Deine lieben Worte. Und noch mal mehr, da sie von einer Fotografin stammen. Einiges sollte ich langsam austauschen an Bildern weil es nicht mehr meiner Qualität entspricht, aber leider hat der Tag nur 24 Stunden. Das stimmt, ich mag die Fotografie sehr und versuche bei allem was ich tue Leidenschaft zu visualisieren 🙂 . Ich wünsche Dir ein tolles Wochenende und danke Dir noch mal für Deine lieben Worte.
      Liebe Grüße
      André

  2. Toller Text. Da kann man sich auf jeden Fall sehr viel mitnehmen. Danke!

    Ich bin auch nebenberuflicher Fotograf und hab zwei meine „Grundpreise“, bin mir aber auch nicht immer sicher ob die so passen. Man orientiert sich halt dann immer an anderen Fotografen.

    Jetzt tu ich mir sicher bisl leichter…

    • Hallo Severin,

      danke, für Dein Feedback. Freut mich, das Dir die Auflistung ein bisschen hilft, Deine Preise besser zu bestimmen.
      Ich habe auch sehr lange gebraucht, um dort hinzukommen und diese Preise dann auch vertreten zu können. Aber man
      lernt ja stetig dazu.

      Viele Grüße
      André

    • Hi André,

      ich bin eben gerade auf diesen Blog/Website gestoßen, während ich auf der Suche nach Tipps für ein angemessenes aber auch ausreichendes „Versicherungsportfolio“ für mein Equipment, sowie mein Studio war. Zuerst möchte ich dem Autor auch meinen Dank und meine Freude darüber mitteilen, die mir seine offensichtliche Passion für die Kunst/die Photographie bereitet. Ich habe mich nachdem ich Kunst(Master of Visual Arts) und Design (Dipl.Des.), div. Zertifikatsstudien (Webdesigner DIHK) studierte, letztlich als Photograph und Photo Designer (Medienfotograf(FH)) selbstständig gemacht und damit meine einzige Leidenschaft, die Kunst, ohne Rückweg (jeder hier kann sich ausrechnen, was 12J. an priv. Unis, ein 120m2 Studio + Galerie, etc..(300m2) u. ein entspr. Studio-Setup kosten).

      Ich schreibe das nur so ausführlich, weil ich oft auf Menschen treffe, die zögern ihre Leidenschaft ihre Berufung werden zu lassen oder darüber nachdenken, ob sie ihrer Arbeit zu teuer anbieten. Ich messe meine Photographien niemals o. nur sehr bedingt mit anderen Photographen, ebenso entwickle ich meine Preisbildung, natürlich kann man seltenst Tageshonorare von über 3000 € durchsetzen, jedoch wenn jmd. nicht gewillt ist meine Arbeit angemessen (gute Fotografen mit Passion und 24/7 Arbeitszeit finden sich nicht wie Sand am Meer;) zu honorieren, dann fotografiere ich lieber die Apfelblüte vom Nachbarn umsonst und habe Spass daran, als mich unter meinem Wert zu verkaufen. Es gibt von „Berufsfotografen“ jährlich eine Analyse über die Arbeitsbedingungen von Prof. Fotografen, da ich zwar eine gewisse „Künstleregozentrik“ habe, aber fotografiere weil ich es liebe und das Honorar eben eine Lebensnotwendigkeit ist, überschlage ich meine ges. Ausgaben/Kosten/Investitionen und sehe entspr. der Auftragslage welches Honorar sein MUSS, damit ich nicht bankrott gehe u alles verliere, was von Wert für mich ist u. mich enorm viel Mühe u. Durchsetzungsvermögen gekostet hat.

      Wenn dann das Honorar für Werbeaufnahmen bei 2000€+Storyboarding/Postprocessing liegt, dann entscheide darüber eigentlich nicht ich, sondern die Qualität meiner Arbeit, ob ich dem Auftraggeber dies wert bin oder ob er verlangt, dass ich mein Können u. Wissen zum Nulltarif verschenke. Natürlich sollte man die Marktlage als Basis nehmen, aber eigentl. geht es bei der Frage nach dem Honorar um eine Selbstwertbetrachtung! oft stoßer ich auf entrüstete Reaktionen wenn ich darüber spreche, aber für jmd mit einem „normalen“ Beruf ist es leicht über den Monat zu schimpfen indem ich 3 Aufträge habe, leider müssen die 2 andere ausgleichen, und nebenbei sind meine Fixkosten schon einiges über einem „Normaleinkommen“, das heißt 3000€ gehen erstmal an Banken, etc… bevor ich wagen darf mein Geld, wofür ich nicht nur auf einen „Knopf drücke“, sondern Jahrzehnte Erfahrung, ewiges Lernen und ein 24/7 Arbeitstag Voraussetzung sind, abgesehen von dem Widerstand den man überwinden muss, um in dieser Gesellschaft ohne Netz o.ä. Künstler zu werden/sein.

      Doch ihr werdet das kennen, dazu hat man keine Wahl, aber man braucht sehr viel Mut und auch Selbstbewusstsein (musste ich mir hart erkämpfen). Daher kann ich nur jedem sagen (wenn ich mir mit 34 J. das erlauben darf), schaut nicht auf andere, vergleicht euch nicht, seid kritisch mit euch selbst, sogar sehr, aber verkauft euch bitte niemals unter dem Wert eurer Begabung u. eures Könnens ! …entschuldigt mein Ausschweifen, doch dieses Thema hat mich lange beschäftigt und mit erfolglosen Künstlern (selbst wenn sie viel Talent haben) hat kaum jmd Mitgefühl, deshalb ist es falsche Rücksicht wenn man aus „Anstand“ oder weil andere es ebenso tun, Hemmungen hat ein angemessenes Honorar zu verlangen….. entschuldigt nochmals u. alles Liebe, vielen Dank an den Autor der Site

      • Hallo Sven,

        wow, vielen Dank, für Deine Worte. Freut mich, dass Dir mein Artikel gefällt und Du noch etwas aus Deiner Sicht oder generell zu dem Thema Fotograf und Preise schreibst. Bei dem Artikel ist und war es mir wichtig, etwas Licht ins Dunkle in Bezug auf die Preisgestaltung zu bringen und Aufklärungsarbeit zu leisten. Den meisten ist unklar, was sich hinter einem vermeintlichen nur ein „Bild machen“ alles steckt. Welche Vor- und Nacharbeit in der Bildsichtung und Bearbeitung durchgeführt wird usw. und welche Ausgaben aufgefangen werden müssen. Letztendlich soll, wie im Artikel aufgeführt auch ein bisschen was hängenbleiben. Nochmals ein Danke an Dich, das Du Dich ausführlich zu dem Thema geäußert hast.

        Alles Gute und viele Grüße nach Bayern
        André

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