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Tipps für Nachtaufnahmen mit einer Drohne

In diesem Artikel verrate ich Dir verschiedene Tipps zu Nachtaufnahmen mit einer Drohne. Die in diesem Artikel veröffentlichten Bilder wurden mit einer DJI Mavic 2 Pro aufgenommen.

Nachtaufnahmen einer Drohne
Nachtaufnahmen einer Drohne

Bilder mit einer Drohne bei Nacht

Vorbereitung für den Nachtflug

Kurz vor dem Flug und zwischendurch den Wetterbericht prüfen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass es relativ windstill ist, da mit langen Verschlusszeiten mit der Drohne gearbeitet wird und starke Winde oder Böen das Nachtbild unscharf machen könnten. Durch den starken Weitwinkel der Hasselblad-Kamera an der DJI Mavic 2 Pro Drohne lassen sich sehr gut lange Belichtungszeiten realisieren.

Meine Einstellungen der hier gemachten Drohnenbilder bei Nacht:

Option von Intervallaufnahmen

Im Vorfeld habe ich mich in verschiedenen Foren genauer umgesehen, welche Möglichkeiten es gibt, mit einer Drohne DJI Mavic 2 Pro Nachtaufnahmen aufzunehmen. Darüber hinaus findet man auch bei Youtube einige Tipps und Tutorials dazu. Eine Option ist der Modus Intervallaufnahme, zum Beispiel, dass alle fünf Sekunden ein Bild gemacht wird. Diese Option öffnet man in einem separaten Ordner in Lightroom. Ein Bild wird nach dem eigenen Geschmack bearbeitet und diese Bildbearbeitung wird danach auf die anderen Nachtaufnahmen angewendet. Danach öffnet man alle zusammen in Photoshop als Ebenen.

Lübecker Skyline bei Nacht
Lübecker Skyline bei Nacht

Automatisches Ausrichten aller Bilder in Photoshop

Nachdem alle Drohnen-Nachtaufnahmen in einer Ebene in Photoshop geladen haben, markiert man wieder alle zusammen und klickt auf „Ebenen automatisch ausrichten“ (unter Bearbeiten zu finden). Photoshop richtet nun automatisch jedes einzelne Bild aus, so dass alle Details übereinander liegen. Trotz GPS und Nicht-Bewegen der Drohne in der Luft, wandert sie ein bisschen. Nach dem Zusammenfügen wird dies ersichtlich an einem leichten Verschnitt an den Rändern. Dies lässt sich aber leicht durch einen neu gewählten Ausschnitt anpassen, wodurch man allerdings etwas an Bildgröße verliert. Im letzten Schritt markiert man nun nochmals alle Bilder und klickt auf Aufhellen. Damit werden die hellen Bereiche des Nachtbildes mehr hervorgehoben.

Mehr Dynamik aber leichte Unschärfe

Die zuvor aufgeführte Option verleiht einem Bild zwar mehr Dynamik, aber auch eine leichte Unschärfe (zumindest war dies bei meinen erstellten Aufnahmen der Fall). Beim Hereinzoomen ins Bild war dies zu erkennen. Nimmt man dazu Bild für Bild weg oder fängt mit einem Bild an und schaltet eins nach dem anderen sichtbar, fiel die Unschärfe auf. Ich konnte dies sehr gut an einer Fahrbahnmarkierung im Lichtschein einer Laterne erkennen.

Lighttrails möglich beim Zusammenführen mehrerer Bilder

Durch die relativ lange Verschlusszeit ergeben sich durch die Lichter der vorbeifahrenden Autos auf der Straße sogenannte Lighttrails. Vergleichbar ist dies mit einer Langzeitbelichtung mit der Kamera, mit der wesentlich höhere Langzeitbelichtungen möglich sind,. Nahe einer Autobahn ist sicherlich spannender, da die Autos hier deutlich schneller unterwegs sind und damit längere Leuchtspuren auf einem Bild hinterlassen.

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Die Bearbeitung eines Nachtbildes

Ich habe mich für die Option einer einzelnen Bearbeitung eines Nachtbildes entschieden. Die Windgeschwindigkeit betrug 5 km/h wodurch die Drohne sehr stabil und ruhig in der Luft lag. Mit anfangs genannten Einstellungen gelangen somit sehr schöne Bilder. Die Qualität, welche die DJI Mavic 2 Pro im Low Light Bereich abliefert, kann natürlich nicht mit einer Kamera auf einem Stativ bei einer Langzeitbelichtung mithalten, aber ich finde die Aufnahmen für eine Drohne dennoch sehr gut.

RAW-Nachtbild von der Drohne in PS bearbeiten

Bei einer Bildbearbeitung schaue ich mir zuerst gerne an, was Photoshop aus einem Bild macht, wenn ich auf automatische Anpassungen gehe. Gerade bei dunkleren Bildern wird häufig durch Photoshop die Helligkeit und Tiefen so hochgezogen, dass ein Bild nur noch rauschig aussieht. Ab und an macht PS jedoch auch bei Nachtaufnahmen einen guten Job und man muss nur ein paar kleinere Anpassungen vornehmen. Teste es einfach mal selbst. Bei den Nachtaufnahmen mit der Drohne habe ich alle Einstellungen manuell vorgenommen.

Folgende Einstellungen habe ich vorgenommen:

  • Chromatische Aberration entfernen
  • Objektivkorrektur: DJI, Mavic Pro FC220
  • Details auf 60-80
  • Maskieren, durch Verschieben des Reglers und gleichzeitigem Drücken der Alt-Taste kann man sehr gut bestimmen, worauf die Schärfe angewendet werden soll. Hier lag der Wert bei 40-70
  • Luminanz nach eigenem Ermessen, hier habe ich je nachdem einen Wert von 20-35 gewählt
  • Weißabgleich eher in den kühleren Farbton (blau) verschoben; gefällt mir persönlich bei diesen Aufnahmen sehr gut
  • Grundeinstellungen nach eigenem Ermessen. Über die gedrückte Alt-Taste kann man sehr gut prüfen, ob Bereiche ausfressen, wie zum Beispiel die Straßenlaternen oder Geschäftszeilen. Die Tiefen so hochziehen, dass das Rauschen nicht zu stark wird, hier kann man auch mit der Luminanz etwas gegensteuern
  • Mit Ebenen ausmaskieren arbeiten, wo angebracht. Ein Beispiel nachfolgend
Nachtaufnahme Lübeck
Nachtaufnahme Lübeck

Arbeiten mit Ebenen bei Nachtaufnahmen mit der Drohne

Klar ergeben sich auch mal Bereiche, die anfangen zu rauschen, wenn man die Tiefen hochzieht, aber das lässt sich in auffälligen Bereichen minimieren. Hierzu einfach noch mal das Bild duplizieren, wieder im Camera-Raw-Modus die Tiefen etwas herunterziehen und erneut prüfen, wie es sich mit dem Rauschen verhält. Ist man zufrieden, wieder auf okay klicken. Nachdem das eine Bild über den anderen liegt, eine Maske erstellen und diese schwarz einfärben. Mit einem weißen Pinsel bearbeitet man nun die Bereiche, in denen das Rauschen zu stark ist. Deckkraft nach eigenem Ermessen wählen.

Neue EU-Richtlinien für Drohnenpiloten ab dem 01.01.2021

Nicht alles ist schlecht, was die neuen Verordnungen anbelangt. Ja, es war für mich ärgerlich, weil ich ein Jahr zuvor erst meine Prüfungen erneuert habe und dann bereits ein Jahr später erneut alle Prüfungen ablegen musste und die Kosten dafür erneut tragen soll. Aber es hat auch sein Gutes. So benötigt man mit dem Fernpilotenzeugnis A2 und der allgemeinen Flugerlaubnis der Luftfahrtbehörde aus Schleswig-Holstein keine weitere Sondergenehmigung mehr für einen Nachtflug. Die Drohne muss dazu mit Positionslichtern ausgestattet sein, die an der DJI Mavic 2 Pro vorhanden sind. Damit lässt sich die Drohne bei Dunkelheit sehr gut in der Luft erkennen.

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Achtung: Positionslichter an der Drohne

In einigen Artikel wird der Tipp gegeben, die Positionslichter an der Drohne während der Aufnahmen auszuschalten. Diese sollten aber gerade bei Nacht eingeschaltet bleiben. Sollte irgendwo im Bild ein kleiner Lichtstreifen durch die Positionslichter erkennbar sein, lässt sich dieser mühelos in Photoshop entfernen. Und keine Frage, es ist bei Nacht nicht erlaubt, die Positionslichter auszuschalten.

Fazit: Drohnenbilder am Tage hat man bereits häufiger gesehen, aber Nachtaufnahmen mit der Drohne ist etwas Neues – vorausgesetzt, die Gegebenheiten vor Ort stimmen, wie zum Beispiel das Wetter. Dies ist sicherlich auch für Kunden interessant, die etwas bei Nacht in Szene gesetzt haben möchten. Aber auch ein Panorama mit einer Skyline ist sicherlich mal ein anderer Hingucker als eine am Tage gemachte Aufnahme.

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