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21 Stadtfotografie Tipps für Fotografie-Anfänger

Stadtfotografie ist eine Art Abenteuer. Egal, ob man neu ist in einer Stadt oder bereits einige Zeit vor Ort lebt, es fühlt sich an, als sei man ein Entdecker und erkunde neue Welten. Ob neu oder alt, es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken in einer Stadt und das selbst noch nach Jahren. Es kommt immer darauf an, auf welche Dinge man achtet. Hier kommen wir zu einem der wichtigsten Punkte: Was ist das Ziel Deiner Städtefotografie? Dazu aber gleich mehr unter den aufgezählten Tipps.

Stadtfotografie-Tipps
Stadtfotografie-Tipps

Warum Stadtfotografie eine großartige Herausforderung sein kann

Stadtfotografie kann eine besondere Herausforderung für einen Fotografen darstellen, da es eine Vielzahl von Faktoren gibt, die berücksichtigt werden sollten, um am Ende schöne Bilder zu erhalten.

Hier sind einige der Gründe:

  • Vielfältige Landschaft: Städte bieten eine Vielzahl von Landschaftstypen – von modernen Gebäuden und Skylines bis hin zu historischen Straßen und Plätzen. Diese Vielfalt stellt eine Herausforderung dar, da jede Umgebung eine eigene Perspektive erfordert.
  • Kontraste: Städte sind voller starker Kontraste, einschließlich Hell-Dunkel-Kontrasten und Farbkontrasten. Es ist interessant, diese Kontraste kreativ zu nutzen, um interessante Bilder zu schaffen.
  • Licht: Städte sind voller künstlicher Lichtquellen, die Lichtverhältnisse sind komplex und ab und an herausfordernd. Es ist wichtig, die verschiedenen Lichtquellen und ihre Auswirkungen auf das Foto zu verstehen.
  • Perspektiven: Städte bieten eine Vielzahl von Perspektiven, vom Boden bis hoch oben von einem Gebäude herab. Probiere verschiedene Perspektiven und Brennweiten aus.
  • Dynamik: Städte sind voller Bewegung, von Autos und Fußgängern bis hin zu lokalen Ereignissen und Veranstaltungen. Diese Dynamik lässt sich nutzen, um interessante und lebendige Bilder zu schaffen.

Insgesamt ist die Stadtfotografie eine tolle Übung, die das Auge für Details, Linien, Schatten und Farben schärft. Sie erfordert auch ein wenig Verständnis für Architektur, Landschaft und Licht, um die Stadtlandschaft auf eine kreative Art und Weise einzufangen.

Anfänger in der Stadtfotografie
Anfänger in der Stadtfotografie

21 Tipps für Anfänger in der Stadtfotografie

Kommen wir nun zu den 21 Tipps für Fotografie-Anfänger für die Stadtfotografie. In den nachfolgenden Punkten werde ich Dir Tipps und Tricks vermitteln, damit Du Deine Stadtfotografie-Fähigkeiten verbessern und atemberaubende Bilder einfangen kannst. Von der Wahl des richtigen Standortes bis hin zur Nutzung der richtigen Ausrüstung und Techniken werde ich Dir alles verraten, was Du wissen musst, um erfolgreich in die Stadtfotografie einzusteigen. Legen wir los!

Tipp 1: Bestimme ein Ziel für die Stadtfotografie

Ob Du nun die Besonderheit einer Stadt einfängst oder bestimmte Orte oder Gebäude hervorheben möchtest: es ist wichtig, ein klares Ziel für Deine Aufnahmen zu haben. Ein Ziel kann Dir helfen, Dich auf das Wesentliche zu konzentrieren und Deine kreativen Entscheidungen zu fördern. Die Stadtfotografie ist eine großartige Möglichkeit, Deine kreativen Fähigkeiten zu verbessern und die einzigartige Schönheit einer Stadt einzufangen:

  • Architektur: Zeige in Aufnahmen die Schönheit und Komplexität von Gebäuden und Strukturen.
  • Straßenszenen: Fange das Leben in der Stadt ein und blicke auf die Straßenszenen, einschließlich Menschen, Fahrzeugen und Straßenlaternen. Beachte aber: Das Fotografieren von Menschen ohne ihre Zustimmung kann eine Verletzung ihrer Privatsphäre und ihrer Persönlichkeitsrechte darstellen. Dazu am Ende noch weitere Informationen.
  • Landschaft: Häufig findest Du auch verschiedenste Arten von Landschaftselementen, einschließlich Parks, Gärten und anderen grünen Bereichen – besondere Farbkleckse also, die einen tollen Kontrast zur Stadtarchitektur darstellen.
  • Nachtaufnahmen: Diese sind immer etwas Besonderes. Eine triste Umgebung kann in der Nacht mit den Lichtern der Stadt malerisch schön aussehen. Entdecke die Stadt in der Nacht aufs Neue und finde tolle Motive.
  • Abstrakte Bilder: Lass Deinen Blick umherwandern und Deiner Kreativität freien Lauf, indem Du den Linien, Schatten und Farben der Stadtlandschaft folgst.

Es gibt grundsätzlich keine festen Regeln für Stadtfotografie. Leg also Deine eigenen Ziele und Schwerpunkte fest. Wichtig sind aber klare Ziele, damit Du Deine Fotosessions effektiv planen und durchführen kannst.

Fotoausrüstung für die Städtetour
Fotoausrüstung für die Städtetour

Tipp 2: Die Fotoausrüstung für die Städtetour

Bei Städtetouren möchte ich meistens nicht viel Ausrüstung mit mir tragen. Es war für mich immer ein Abwägen, ob ich ein Weitwinkelobjektiv oder einen Standardzoom mitnehme. Letztendlich setze ich jetzt häufiger ein Allround-Objektiv ein: das Canon RF 28-70mm F2 L USM. Mit diesem Objektiv lassen sich sowohl schöne Hintergrundunschärfen im Nahbereich, als auch tolle Weitwinkelaufnahmen auf Bildern festhalten. Vignettierungen sind keine erkennbar, würden sich aber in der nachfolgenden Bildbearbeitung  gut entfernen lassen. Aber ehrlich gesagt laufe ich meistens mit meinem großen Foto-Rucksack umher, in dem sich auch meine Canon R5 mit einem RF 70-200mm F2.8L IS USM befindet. Gibt es doch etwas, bei dem mein 70mm nicht ausreichen sollte, nehme ich diese Kamera zur Hand.

Tipp 3: Es gibt kein Richtig oder Falsch

Wenn es um Ausrüstung und Techniken geht, ist es wichtig, daran zu denken, dass es keinen richtigen oder falschen Weg gibt, um Stadtfotografie zu betreiben. Du brauchst keine teure Foto-Ausrüstung; alles, was du brauchst, ist eine Kamera und etwas Wissen über grundlegende Techniken wie Bildkomposition, Beleuchtung, Tiefenschärfe usw. Eine gute Faustregel für den Anfang ist, wann immer möglich, natürliches Licht zu verwenden. Außerdem solltest Du in Erwägung ziehen, Requisiten wie Gegenstände oder Menschen in Deinen Fotos zu verwenden; sie können einer ansonsten tristen Szene mehr Tiefe verleihen und Leben einhauchen.

Tipp 4: Lerne, die Bedienelemente Deiner Kamera blind zu beherrschen

Wenn Du abends losziehen möchtest, um Nachtaufnahmen mit Deiner Kamera zu machen, lerne die Bedienung und Funktionen blind zu beherrschen. Meistens lassen sich die einzelnen Knöpfe bei Dunkelheit nicht mehr richtig erkennen. Natürlich könntest Du auch mit einem Handlicht auf Deine Kamera blicken, die bestenfalls auf einem Stativ steht, aber danach müssen sich Deine Augen erneut an die umliegende Dunkelheit gewöhnen. Wenn Du Deine Kamera blind beherrschst, weißt Du, wo sich die einzelnen Knöpfe und Rädchen befinden.

Bedienelemente der Kamera blind beherrschen
Bedienelemente der Kamera blind beherrschen

Tipp 5: Lerne grundlegende Funktionen der Kameraeinstellungen

Wenn Du lernst, welche Belichtungseinstellungen in verschiedenen Szenarien, wie bei schlechten Lichtverhältnissen oder bei Nachtaufnahmen, am besten funktionieren, kannst Du erfolgreichere Aufnahmen erstellen. Wenn Du Dich mit den grundlegenden Einstellungen, Funktionen und manuellen Bedienelementen Deiner Kamera vertraut machst, kannst du kreativere Bilder machen und die Welt um Dich herum auf eine besondere Art und Weise einfangen, die Du Dir vorher nur schwer vorstellen konntest. Auch wenn das Lernen anfangs einschüchternd erscheinen mag, wird es mit etwas Übung früher oder später zu einem Kinderspiel.

Tipp 6: Wähle den richtigen Zeitpunkt für Deine Aufnahmen

Ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Stadtfotografie ist die Wahl des richtigen Zeitpunkts für Deine Aufnahmen:

  • Tageszeit: Die beste Tageszeit für Stadtfotografie hängt von Deinem Ziel ab. Morgens bieten der Schatten und das gedämpfte Licht eine ruhige Atmosphäre, während die goldene Stunde kurz vor Sonnenuntergang und nach Sonnenaufgang für dramatische Lichtstimmungen sorgt. Nachts kannst Du beleuchtete Gebäude und Straßenszenen besonders gut einfangen.
  • Wetterbedingungen: Regen, Schnee oder Nebel können interessante visuelle Effekte mit sich bringen, aber achte darauf, dass Du Deine Ausrüstung entsprechend schützt. Klar und sonnig ist gut für Landschaftsaufnahmen, aber dies kann für harte Schatten und Kontraste sorgen, die für Architekturaufnahmen ungünstig sind.
  • Jahreszeiten: Die Jahreszeiten haben einen großen Einfluss auf die Stimmung Deiner Aufnahmen. Im Frühjahr und Sommer kannst Du blühende Pflanzen und grüne Bäume einfangen, während im Herbst und Winter die bunten Farben und das fallende Laub für beeindruckende Landschaftselemente sorgen.
Experimentiere mit verschiedenen Perspektiven
Experimentiere mit verschiedenen Perspektiven

Tipp 7: Experimentiere mit verschiedenen Perspektiven

Einer der einfachsten und effektivsten Wege, Deine Stadtfotos auf die nächste Stufe zu heben, ist das Experimentieren mit Perspektiven:

  • Verändere Deine Höhe: Probiere aus, Aufnahmen von hoch oben, einem Kirchturm zum Beispiel, zu machen oben oder ganz niedrig, vom Boden aus, um ungewöhnliche Perspektiven zu erzielen. Dies kann eine neue Sichtweise auf bekannte Orte bringen.
  • Nutze den Fokus: Spiele mit dem Fokus, um Aufmerksamkeit auf bestimmte Bereiche Deiner Aufnahmen zu lenken. Du kannst beispielsweise ein Gebäude oder eine Straßenszene unscharf im Hintergrund lassen, um eine Perspektive zu schaffen, die sich auf das hervorstechende Objekt konzentriert.
  • Suche nach ungewöhnlichen Perspektiven: Halte Ausschau nach ungewöhnlichen Perspektiven, wie beispielsweise dem Blick durch ein Fenster oder eine Tür – oder einem Aussichtspunkt von einer Brücke oder einem Dach.
  • Nutze Reflexionen: Reflexionen in Pfützen oder in Fenstern oder Glas, können eine interessante Perspektive auf die Stadtlandschaft schaffen.

Tipp 8: Wende die Regeln der Drittel-Komposition an

Die Regeln der Drittel-Komposition sind wichtige Techniken für gute Fotografie. Sie helfen Dir, eine ausgewogene und interessante Komposition zu erzielen, die den Fokus auf das wichtigste Element Deiner Aufnahme lenkt.

  • Teile Dein Bild in drei gleich große Teile: Du kannst eine imaginäre Tic-Tac-Toe-Linie über Dein Bild ziehen, um es in drei gleich große Teile zu teilen.
  • Stelle wichtige Elemente an den Schnittpunkten oder auf einer Linie: Wichtige Elemente wie Gebäude, Personen oder andere Objekte sollten sich an den Schnittpunkten oder auf einer der Linien befinden.
  • Vermeide das Zentrum: Vermeide es, wichtige Elemente direkt in der Mitte des Bildes zu platzieren, da dies zu einer unausgewogenen Komposition führen kann.
  • Überprüfe Deine Komposition: Überprüfe Deine Komposition im Sucher oder auf dem Display Deiner Kamera, um sicherzustellen, dass Du mit den Regeln der Drittel-Komposition arbeitest.
Verwende den richtigen ISO-Wert
Verwende den richtigen ISO-Wert

Tipp 9: Verwende den richtigen ISO-Wert

Der ISO-Wert ist ein wichtiger Faktor für die Bildqualität Deiner Fotos und beeinflusst, wie lichtempfindlich Deine Kamera ist. Je höher der ISO-Wert, desto empfindlicher wird die Kamera gegenüber Licht und desto weniger Licht benötigst Du für eine gute Belichtung.

  • Verwende einen niedrigen ISO-Wert: Für helle Umgebungen solltest Du einen niedrigen ISO-Wert verwenden, um die beste Bildqualität zu erzielen.
  • Erhöhe den ISO-Wert bei schlechten Lichtbedingungen: Wenn Du in dunkleren Umgebungen fotografierst, wie beispielsweise bei Dämmerung oder Nacht, solltest Du den ISO-Wert erhöhen, um eine bessere Belichtung zu erzielen.
  • Vermeide zu hohe ISO-Werte: Vermeide es, den ISO-Wert zu hoch zu setzen, da dies zu einer Verschlechterung der Bildqualität führen kann, insbesondere bei rauschiger oder unruhiger Bildauflösung.
  • Verwende die Auto-ISO-Einstellung: Wenn Du unsicher bist, welcher ISO-Wert für Deine Situation am besten geeignet ist, kannst Du auch die Auto-ISO-Einstellung Deiner Kamera verwenden. Begrenze diesen Wert aber am besten, zum Beispiel auf 3.200, damit Deine Kamera keinen zu hohen Wert wählt, was zum Rauschen Deiner Bilder führt.

Indem Du den richtigen ISO-Wert für Deine Fotos auswählst, kannst Du sicherstellen, dass Deine Bilder klar und scharf sind und dass die richtige Belichtung erzielt wird.

Tipp 10: Nutze Objektive mit Bildstabilisierung oder ein Stativ

Ein Objektiv mit Bildstabilisierung oder ein Stativ sind nützlich für die Stadtfotografie, insbesondere bei schlechten Lichtbedingungen oder bei Verwendung von längeren Belichtungszeiten:

  • Vermeide Verwacklungen: Ein Objektiv mit Bildstabilisierung oder ein Stativ helfen Dir, Verwacklungen zu vermeiden, die durch Bewegungen Deiner Hände oder durch Bewegungen in der Umgebung verursacht werden – gerade auch bei längeren Belichtungszeiten.
  • Verbesserte Schärfe: Eine stabile Kamera oder ein Stativ können auch dazu beitragen, dass Deine Bilder schärfer werden, insbesondere bei längeren Belichtungszeiten oder bei schlechten Lichtverhältnissen.
  • Mehr Kreativität: Ein Objektiv mit Bildstabilisierung oder ein Stativ können zudem dazu beitragen, dass Du mehr Kreativität bei Deinen Fotos entfalten kannst, indem Du beispielsweise längere Belichtungszeiten verwenden kannst, um Lighttrails von vorbeifahrenden Autos und Bussen zu zeigen.
  • Präzise Nachführung: Ein Stativ kann dabei helfen, dass Du präziser nachführen kannst, wenn Du beispielsweise bewegliche Objekte fotografieren möchtest.
Neutraldichtefilter verwenden
Neutraldichtefilter verwenden

Tipp 11: Setze ND-Filter (Neutraldichtefilter) ein

Ein Neutraldichtefilter (ND-Filter) kann ein interessantes Hilfsmittel für die Stadtfotografie sein, insbesondere bei hellen Lichtverhältnissen:

  • Reduziere Spiegelungen: Ein ND-Filter kann dabei helfen, Spiegelungen zu reduzieren, die beispielsweise auf Fenstern von Gebäuden oder Autoscheiben verursacht werden können.
  • Kontrolle über das Licht: Ein ND-Filter gibt Dir mehr Kontrolle über das Licht, das Du aufnehmen möchtest, und ermöglicht es Dir, beispielsweise bei hellen Tageslichtverhältnissen längere Belichtungszeiten zu verwenden, ohne dass Deine Bilder überbelichtet werden.

Tipp 12: Nutze die richtige Blende für die Tiefenschärfe

Die Wahl der richtigen Blende ist ein wichtiger Faktor bei der Stadtfotografie, da sie die Tiefenschärfe beeinflusst. Hier sind einige Dinge, die Du beachten solltest:

  • Möchtest Du einen weichen Ausläufer, weil Du etwas im Vordergrund fotografieren möchtest und den Hintergrund nicht aufdringlich im Bild haben möchtest, empfiehlt sich eine niedrige Blende, zum Beispiel f/2.8. Je nachdem, welches Objektiv Du benutzt und wie nah Du dran bist, erzielst Du damit ein schön weiches Bokeh.
  • Du hast ein beeindruckendes Schiff vor Dir im Hafen liegen und möchtest es komplett scharf abbilden, vom ersten Bullauge, über den Mast und über die gesamte Takellage, dann ist eine hohe Blende ab f/8 und höher gefordert.

Die Blende beeinflusst maßgeblich Dein Bild. Bevor ich ein Bild mache, wähle ich für das Motiv erst die gewünschte Blende und stelle danach die nachfolgenden Werte ein.

Tipp 13: Nutze das Licht zu Deinem Vorteil

Das Licht ist ebenfalls ein wichtiger Faktor bei der Stadtfotografie:

  • Nutze das natürliche Licht: Verwende das natürliche Licht, um Deine Fotos zu beleuchten und zu gestalten. Arbeite beispielsweise früh am Morgen oder spät am Abend, wenn das Licht besonders weich und golden ist.
  • Spiele mit Schatten: Schatten können ein wichtiger Bestandteil eines Fotos sein. Experimentiere damit, um interessante Bildkompositionen zu erzielen.
  • Verwende künstliches Licht: Verwende künstliches Licht, um Deine Fotos zu beleuchten und zu gestalten. Dies kann besonders nützlich sein, wenn Du beispielsweise bei schlechten Lichtverhältnissen arbeitest.
  • Spiele mit Licht und Schatten: Experimentiere damit, wie Du Licht und Schatten miteinander kombinieren kannst, um interessante und kreative Fotos zu erzielen.

Übe Dich darin, verschiedene Lichtverhältnisse auszuprobieren und herauszufinden, welche für Dich am besten funktionieren.

Vermeide eine Unterbelichtung und Überbelichtung
Vermeide eine Unterbelichtung und Überbelichtung

Tipp 14: Vermeide Unterbelichtung und Überbelichtung

Eine Unterbelichtung oder Überbelichtung können dazu führen, dass Deine Fotos unausgewogen und unnatürlich aussehen:

  • Vermeide direkte Sonneneinstrahlung: Vermeide direkte Sonneneinstrahlung, die zu einer starken Überbelichtung führen kann. Mache Deine Aufnahmen stattdessen bei bedecktem Himmel oder früh am Morgen oder spät am Abend.
  • Verwende einen Graufilter: Verwende einen Graufilter, um die Intensität des Lichts zu reduzieren und starke Kontraste zu vermeiden.
  • Verwende das Histogramm: Verwende das Histogramm Deiner Kamera, um zu überprüfen, ob Deine Fotos richtig belichtet sind. Achte darauf, dass es Bereiche sowohl im hellen, als auch im dunklen Bereich gibt und vermeide, dass es nur einen Ausschlag auf einer Seite des Histogramms gibt.
  • Vermeide starke Kontraste.

Übe Dich darin, die richtige Belichtungszeit und Blende für Deine Aufnahmen zu wählen, um eine angenehme und natürliche Bildgestaltung zu erzielen.

Tipp 15: Suche nach interessanten Schatten

Schatten können Deinen Bildern noch mehr Ausdruck verleihen. Du kannst Texturen und Tiefe hinzufügen, den Fokus auf bestimmte Bereiche lenken und eine besondere Atmosphäre schaffen. Suche nach interessanten Schatten, die von Gebäuden, Bäumen oder anderen Objekten geworfen werden, und experimentiere damit. Verändere Deine Perspektive, um die Schatten aus unterschiedlichen Blickwinkeln einzufangen. Überlege, wie Du den Schatten nutzen kannst, um eine besondere Stimmung oder Geschichte zu erzählen.

Vermeide störende Elemente im Bild
Vermeide störende Elemente im Bild

Tipp 16: Vermeide störende Elemente im Bild

Störende Elemente im Bild können die Aufmerksamkeit des Betrachters vom eigentlichen Motiv ablenken und die Wirkung Deiner Fotografie beeinträchtigen. Um störende Elemente zu vermeiden, kannst Du Deine Perspektive ändern oder Dich in Bewegung setzen, um sie auszublenden. Du kannst auch die Kamera einstellen, um einen engeren Bildausschnitt zu wählen, der störende Elemente aus dem Bildrahmen schneidet. Es kann zudem hilfreich sein, Dein Auge für mögliche störende Elemente zu schärfen, bevor Du den Auslöser betätigst. Verwende gegebenenfalls Gegenstände wie Zäune oder Bäume als natürliche Rahmen, um störende Elemente auszublenden.

Tipp 17: Experimentiere mit Langzeitbelichtungen

Langzeitbelichtungen können eine großartige Möglichkeit sein, die Bewegung in der Stadt einzufangen und interessante künstlerische Effekte zu erzielen. Indem Du länger belichtest, kannst Du fließende Bewegungen von Autos, Menschen oder Wasser einfangen und als unscharfe Streifen darstellen. Um eine Langzeitbelichtung auszuführen, benötigst Du in der Regel ein Stativ, um Deine Kamera stabil zu halten, und eine niedrigere ISO-Einstellung, um eine Überbelichtung zu vermeiden. Eine Fernbedienung oder ein Selbstauslöser können dabei helfen, Verwacklungen beim Auslösen zu vermeiden. Experimentiere mit unterschiedlichen Belichtungszeiten, um verschiedene visuelle Effekte zu erzielen. Denk daran, dass es bei Langzeitbelichtungen oft eine gewisse Geduld und mehrere Versuche benötigt, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Tipp 18: Verwende Reflexionen und Spiegelungen kreativ

Eine der großen Herausforderungen bei der Stadtfotografie ist es, die Umgebung so darzustellen, dass sie interessant und ansprechend wirkt. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, ist das kreative Einsetzen von Reflexionen und Spiegelungen. Du kannst zum Beispiel Gebäude oder Straßen in einem See oder einer Pfütze spiegeln, was zu einer einzigartigen Perspektive führt. Auch die Verwendung von Glasflächen, wie Fensterscheiben oder Schaufenstern, kann interessante Reflexionen bieten. Achte sorgfältig darauf, was im Hintergrund der Reflexion zu sehen ist und ob es störende Elemente gibt.

Verwende Spiegelungen kreativ
Verwende Spiegelungen kreativ

Tipp 19: Verwende die richtige Farbkomposition

Eine wirkungsvolle Farbkomposition kann das Interesse an Deinem Bild steigern und die Aussagekraft Deiner Fotos verstärken.

  • Verwende Kontraste: Spiel mit Kontrasten von Farben, um Deine Fotos aufregender zu gestalten. Zum Beispiel kannst Du einen grünen Baum gegen einen blauen Himmel setzen, um einen starken Kontrast zu erzeugen.
  • Verwende Primärfarben: Verwende die Primärfarben Rot, Blau und Gelb, um eine starke visuelle Wirkung zu erzielen.
  • Verwende Komplementärfarben: Komplementärfarben sind Farben, die sich im Farbkreis gegenüberliegen. Sie können verwendet werden, um starke visuelle Spannungen in Deinen Fotos zu erzeugen.
  • Verwende Farbsättigung: Verändere die Farbsättigung Deiner Fotos, um eine andere Stimmung zu erzeugen. Ein Foto mit hoher Farbsättigung wirkt oft fröhlicher als ein Foto mit niedriger Farbsättigung.
  • Verwende natürliche Farben: Verwende natürliche Farben, wie Grün und Blau, um eine beruhigende Stimmung zu erzeugen. Rot und Gelb lassen sich hingegen verwenden, um Aufregung und Energie zu vermitteln.

Tipp 20: Übe regelmäßig und analysiere Deine Bilder kritisch

Eines der wichtigsten Dinge, die man als Stadtfotograf tun kann, ist regelmäßige Übung und eine ehrliche Analyse der eigenen Bilder. Durch das Üben verbesserst Du Deine Fähigkeiten und entwickelst ein Gefühl dafür, was funktioniert und was nicht. Es ist wichtig, ehrlich mit sich selbst zu sein und die eigenen Bilder kritisch zu betrachten, um zu verstehen, was man verbessern kann.

Wenn Du Deine Bilder kritisch betrachtest, solltest Du auf Dinge wie Schärfe, Belichtung, Farbkomposition, Perspektive und die allgemeine Komposition achten. Versuche, die Stärken und Schwächen Deiner Bilder zu erkennen und darauf aufzubauen. Wenn Du regelmäßig übst und Deine Bilder kritisch analysierst, wirst Du schnell Fortschritte machen und Dich zu einem besseren Stadtfotografen entwickeln.

Worauf sollte man achten in der Städtefotografie?
Worauf sollte man achten in der Städtefotografie?

Tipp 21: Worauf Du bei der Städtefotografie achten solltest

  • Panoramafreiheit: Erlaubt ist das Fotografieren von Straßen und Gebäuden, die öffentlich zugänglich sind (Achtung: Kein privates Gelände).
  • In Gebäuden selbst, wie zum Beispiel Kirchen und Museen, darf nur mit einer Zustimmung/Genehmigung fotografiert werden.
  • Notwendig ist das Einholen einer Zustimmung des Rechteinhabers, wenn Kunstwerke wie Gemälde und Skulpturen abgelichtet werden.
  • Bei der Personenfotografie ist es immer so eine Sache. Grundsätzlich sollte man sich immer die Zustimmung der fotografierten Person einholen und dies am besten schriftlich.
  • Kunstwerke, die dauerhaft auf öffentlichen Plätzen ausgestellt werden, dürfen fotografiert werden.
  • Denkmäler und Bauwerke, die dauerhaft an öffentlichen Wegen positioniert sind, dürfen auch fotografiert werden.

Anmerkung: Die vorstehenden Angaben/Quellen zu Bildrechten und Panoramafreiheit sind auf Wikipedia zu finden.

Fotografieren in der schönen Stadt Lübeck

Stadtfotografie in der Hansestadt Lübeck, der Stadt der sieben Türme. In den Sommermonaten wimmelt es in der Stadt von Touristen mit Fotoapparaten. Es werden unzählige Selfies gemacht und ein Bild vorm Holstentor darf natürlich nicht fehlen. Diese Bilder haben alle ihre Berechtigung, aber Ausgefallenes ist eher selten darunter.

In Lübeck findet man auf engem Raum wundervolle Motive. Speziell die verwinkelten Gassen und Hinterhöfe haben es mir angetan. Städte übten schon immer eine große Faszination auf mich aus. Sie verändern ihr Gesicht zu jeder Tageszeit. Von der Großstadtsymphonie bis zum Kleinstadtidyll: Jede größere Ansiedlung von Menschen hat ihr ganz eigenes Wesen, in dem sich der Charakter ihrer Bewohner widerspiegelt. Dies lässt sich auch besonders gut im Vergleich einzelner Stadtviertel beobachten.

Ich gebe zu, dass es mir als „Kreativlegastheniker“ des Öfteren sehr schwer fällt, eine gewisse Art an Kreativität und Besonderheit in ein Bild mit einfließen zu lassen. Dennoch hoffe ich, Dir durch die hier genannten Tipps Einiges an die Hand gegeben zu haben, damit Du bei Deiner nächsten Stadtfotografie-Tour ein paar schöne Bilder mit nach Hause bringst.

Fotografieren in Lübeck
Fotografieren in Lübeck

Fazit:  Die Stadtfotografie ist eine spannende Möglichkeit für Anfänger in der Fotografie oder Amateurfotografen, die das Stadtleben lieben, ihre Kreativität in Bildern auszudrücken. Wenn Du Deine Umgebung erkundest, um Dich inspirieren zu lassen, und grundlegende Techniken wie Komposition und Beleuchtung erlernst, kannst du atemberaubende Fotos machen, die die Schönheit des Stadtlebens aus einzigartigen Blickwinkeln und Perspektiven einfangen. Mit etwas Übung und Experimentierfreude kannst Du erstaunliche Ergebnisse erzielen! Ganz gleich, ob du gerade erst anfängst oder nach Möglichkeiten suchst, Deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – die Stadtfotografie bietet unendlich viele Möglichkeiten für Kreativität!

In der Stadtfotografie gibt es immer wieder neue Herausforderungen und Möglichkeiten, sich zu verbessern. Es ist wichtig, regelmäßig zu üben und sich mit der Kamera auseinanderzusetzen, um seine Fähigkeiten in der Stadtfotografie zu verbessern. Es gibt viele weitere Ressourcen und Lernmöglichkeiten, die Du nutzen kannst, um Dich weiterzubilden: Du kannst Fotografie-Bücher lesen, Kurse besuchen, Feedback von erfahrenen Fotografen einholen und an Wettbewerben teilnehmen.

Aber jetzt leg erstmal los mit den hier genannten Tipps und mache ein paar schöne Bilder!

Wir sind Lübeck Onlineshop

4 Antworten

  1. Hallo , nette Reportage. Schöne Bilder. Einzig die Angaben zum Cropfaktor sind so nicht ganz richtig. Der reguläre Crop beträgt 1,5. Die D7100 besitzt dazu einen erweiterten Cropfaktor der zusätzlich noch einmal 1,3 ergibt. Entspricht in der Einstellung etwa einen Crop von 1,9. Ein 200er Tele wird zum 380er ,zumindest rechnerisch im Bildausschnitt. Die Pixel werden auf etwa 15 MP geschrumpft.Ansonsten weiter so.

    1. Hallo Jörg,

      danke für Deinen Hinweis. Hast Du ne Quelle für mich? Ich habe seinerzeit die genannten Werte gefunden. Ich habe aber auch keine Probleme damit das zu ändern, wenn sie falsch sind. Danke und viele Grüße

      André

        1. Hallo Jörg,

          super, werde ich mir mal zeitnah durchlesen.
          Danke, das Du Dir die Zeit genommen hast und
          mir die Quellen zur Verfügung gestellt hast.

          Viele Grüße
          André

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