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Digitales Passbild fürs Baby – alles, was du wissen musst

Seit Mai 2025 läuft beim Thema Passbild einiges anders. Für den Personalausweis und Reisepass benötigt man jetzt ein digitales Passbild. Über einen Datamatrix-Code wird es beim Amt direkt heruntergeladen und ins jeweilige Dokument eingefügt. Für Erwachsene und Kinder ist das Erstellen eines Passbildes am Automaten völlig unkompliziert. Aber für Eltern mit Baby ist ein Bild am Automaten weniger einfach, meistens gar nicht umsetzbar.

Digitales Passbild Baby
Digitales Passbild Baby

Viele meiner Kunden berichten seit Monaten dasselbe: Man fährt zum Termin, stellt sich brav am Passbildautomaten an und merkt erst Minuten später, dass mit Baby einfach kein Passbild hinzubekommen ist. Kein Wunder – der Automat gibt genau vor, wie man den Kopf halten soll, und diesen Anweisungen kann ein Baby logischerweise nicht folgen oder gar lange den Kopf stillhalten. Damit du dir den unnötigen Weg sparst, findest du hier alles, was du über digitale Passbilder für Babys wissen musst – verständlich erklärt und mit vielen Praxisinfos aus meinem Alltag als Fotograf.

Babys unter zwei Monaten

Babys unter zwei Monaten, die nicht selbst ihren Kopf halten können, lege ich für das Passbild auf eine weiche, weiße Unterlage. Sie liegen weichgebettet und gleichzeitig perfekt für das biometrische Bild. Die Augen müssen offen sein, das ist die größte Hürde, die wir nehmen müssen, und der Kopf muss nach vorne gerichtet sein. Ein geöffneter Mund ist okay, denn ein Baby kann man nicht bitten, ernst oder neutral zu schauen und dabei auch den Mund zu schließen.

Mützen, Stirnbänder und Schnuller sind nicht erlaubt, weil nichts das Gesicht verdecken darf. Trotzdem: Mit genügend Ruhe und ein wenig Geduld klappt es immer. Manchmal braucht es mehrere Anläufe, ein anderes Mal reicht ein kurzer Moment und das war’s. Ich richte das gemachte Bild an der biometrischen Maske am Rechner aus und die Eltern bekommen direkt ihren Datamatrix-Code ausgedruckt. Zusätzlich gebe ich noch vier Ausdrucke mit.

Neugeborenes Baby
Neugeborenes Baby

Babys über zwei Monaten

Wenn Babys ihren Kopf bereits halten können, wird es deutlich entspannter und einfacher. Mama oder Papa sitzen seitlich auf einem Stuhl, sichern das Baby mit ihren Händen am Oberkörper und schaffen so eine stabile, ruhige Position. Durch die Nähe fühlen sich die Kleinen geborgener, und das merkt man auf den Bildern sofort. Mit etwas Ansprache, einem kleinen Geräusch oder einem Lachen bekomme ich die Aufmerksamkeit schnell dahin, wo ich sie brauche. Zwei, drei Versuche – und das Bild ist gemacht.

Babys, die nur wenige Wochen alt
sind

Bei Babys, die gerade mal ein paar Wochen alt sind, arbeite ich ähnlich wie bei Babys unter zwei Monaten: eine weiche Unterlage, ruhig, ohne Aufregung oder Hektik und mit Licht vom Fenster oder Dauerlicht. Fensterlicht kann funktionieren, aber für biometrische Aufnahmen ist Dauerlicht meistens besser geeignet. Beim Licht sind die Anforderungen sehr streng geregelt.

Es gibt Tage, da klappt alles in wenigen Sekunden. Und an anderen Tagen, da braucht man als Elternteil einfach etwas mehr Geduld und Zeit. Mir istganz wichtig, dass Eltern nicht das Gefühl bekommen, ihr Kind müsse jetzt „performen“. Das Baby gibt den Rhythmus vor – und das ist vollkommen in Ordnung. Ihr seid mit den Zeiten eures Babys vertraut. Wenn ihr schon vorher wisst, wann euer Baby meist wach und entspannt ist, plant den Termin am besten genau dann ein.

Wichtige Hinweise für Eltern – ganz
entspannt erklärt

Einige Eltern machen sich Sorgen, dass ihr Baby beim Termin nicht mitmacht. Bleibt entspannt, das wird es. Seid ihr gestresst überträgt sich das aufs Baby. Macht alles so wie immer! Ein Baby, das gerade gegessen und gut geschlafen hat, macht meistens besser mit. Auch die Kleidung spielt eine kleine Rolle: Unifarben wirkt besser als komplett weiß, weil der Kontrast zum Hintergrund nicht ganz unwichtig ist und sich durch die hellweiße Unterlage sonst weniger gut absetzt, mit einem weißen Body zum Beispiel. Dann kurz vor dem Bild den Schnuller raus und Mütze ab und dann geht es los.

Und ganz wichtig: Babys müssen weder lächeln noch stillsitzen. Es reicht, wenn die Augen offen sind und das Gesicht gut erkennbar bleibt. Alles andere bekommen wir gemeinsam hin.

Passbild Baby im Sitzen
Passbild Baby im Sitzen

Wie lange dauert ein Termin
wirklich?

Ihr werdet positiv überrascht sein, wie schnell es gehen kann. Bei Neugeborenen dauert der Termin im Schnitt zwischen fünf und fünfzehn Minuten. Babys über zwei oder drei Monate sind oft noch schneller fotografiert. Und wenn euer Baby zwischendurch eine Pause braucht, machen wir einfach eine. Druck und Hektik mag keiner, auch Babys nicht – das würden die Kleinen sofort spüren. Auch wenn der Termin mal eine halbe Stunde dauert, macht euch keinen Kopf. Auch wenn kurz gestillt werden muss, verlasse ich kurz den Raum und gebe euch die nötige Zeit.

Typische Missverständnisse – kurz
und klar im Text erklärt

Ein leicht geöffneter Mund ist völlig in Ordnung. Ein minimal schräger Kopf ebenfalls. Babys dürfen liegen, weil sie nicht sitzen müssen. Bunte Kleidung ist erlaubt, solange sie nicht ins Gesicht rutscht. Und nein, man muss sie nicht „hinsetzen“, damit es funktioniert – es gibt für Babys erleichterte Vorgaben, weil man sie nun einmal nicht millimetergenau ausrichten kann. Somit hat man bei einem Baby einen etwas größeren Spielraum. Sobald es selbst den Kopf halten kann, empfehle ich die Position sitzend auf einem Bein des Elternteils mit den Händen fixiert, da ist das Gesicht dann nicht so mopsig.

Warum der Automat beim Amt nicht
funktioniert

Die Antwort ist einfach: Die Technik ist nicht für Babys ausgelegt. Das Automatenlicht ist zum einen sehr hart, zum anderen bewegen sich Babys zu viel, und die Software hat Schwierigkeiten, die Augen zu erkennen. Zudem darf keine erwachsene Person im Hintergrund zu erkennen sein – was praktisch jede Aufnahme sofort ungültig macht. Kurz gesagt: Der Automat ist für Erwachsene und Kinder wunderbar geeignet, für Babys nicht. Für Babys brauchst du jemanden, der das Licht, die Position und den richtigen Moment kontrollieren kann.

Datamatrixcode - digitales Passbild Baby
Datamatrixcode – digitales Passbild Baby

Kann man das digitale Passbild
selbst machen?

Leider nein. Seit Juni 2025 akzeptieren Ämter keine selbstgemachten Babyfotos mehr. Ein biometrisches Passbild muss bei einem zertifizierten Fotografen oder im Amt gemacht werden. Wenn ihr zu Hause ein Bild macht, um es mir zum Prüfen zu schicken, muss es technisch wirklich einwandfrei sein. Doch in der Praxis scheitert es oft am Licht und an der Qualität. Dazu sei gesagt: Retusche ist ohnehin verboten: Keine Hautglättung, keine Beseitigung von Schorf oder Pickelchen. Beim Passbild geht es um eine unverfälschte Darstellung.

Bearbeitung – was ist erlaubt, was
nicht?

Erlaubt ist nur eine leichte Tonwertkorrektur, damit das Bild gut belichtet ist. Alles andere wäre eine Veränderung des Gesichts (der Biometrie) und damit unzulässig. Das gilt für Babys genauso wie für Erwachsene und Kinder.

Fazit

Ich weiß, dass einige Eltern angespannt zu einem Baby-Passbildtermin kommen – einfach, weil man nicht weiß, wie er ablaufen wird. Mir ist wichtig, dass ihr euch bei mir gut aufgehoben fühlt. Es geht nicht darum, das perfekte Foto in der ersten Sekunde zu bekommen. Es geht darum, einen ruhigen Moment zu finden, in dem euer Baby einfach kurz wach und aufmerksam ist.

Bisher sind alle Eltern mit einem gültigen digitalen Passbild für ihr Baby nach Hause gegangen. Und stets mit einem guten Gefühl. Genau darum mache ich Passbilder auch immer noch so gerne. Wenn ihr schöne Familienbilder benötigt, können wir das bei eurem Termin gleich mit einplanen oder bei einem separaten Termin. Sprecht mich dazu einfach an! Rufe mich dazu einfach an oder nutze mein Kontaktformular.