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Sommerhochzeit im Müggenbusch

Wenn der Sommer brennt und der Fokus alles andere ausblendet

Einen Tag zuvor beim Standesamt in Lübeck war es schon drückend warm gewesen, aber an diesem Samstag im Müggenbusch brannte die Sonne so richtig unbarmherzig vom Himmel. Ich spreche in meinem Beruf als Hochzeitsfotograf ungern von harten Herausforderungen, aber dieser Tag verlangte mir körperlich schlichtweg alles ab. Die heiße Luft stand wie eine Wand. Das Thermometer kletterte unaufhaltsam nach oben, und meine Kleidung war innerhalb weniger Minuten komplett durchgeschwitzt. Ich hatte mir extra weitere T-Shirts zum Wechseln ins Auto gelegt, die ich im Stundentakt tauschte. Aber es brachte kaum Erleichterung – direkt nach dem Anziehen waren sie bereits wieder nass.

Hochzeit im Müggenbusch
Hochzeit im Müggenbusch

In solchen Momenten gibt es für mich einen ganz bestimmten Schalter im Kopf, den ich dann einfach umlege. Sobald ich die Kamera hochnehme und durch den Sucher meiner Kamera schaue, blendet mein Kopf alles andere völlig aus. Die Hitze, der Schweiß, die brennende Luft – das war alles wie mit einem Fingerschnipp „weg“. Es zählte für mich nur noch dieser flüchtige Moment und die emotionale Geschichte, die sich direkt vor meinem Objektiv abspielte.

Ein kühler Zufluchtsort inmitten der großen Vorfreude

Gegen 14 Uhr ging es für mich los. Ich fotografierte die Braut Charlott in ihrem Zimmer vom Müggenbusch, wo sie von ihrer Visagistin in den letzten Zügen der Vorbereitungen fertig gemacht wurde. Im krassen Gegensatz zu der tropischen Hitze draußen war es hier drinnen noch angenehm kühl.

Kurz bevor Charlott ins Kleid stieg, verließ ich für einen Moment das Zimmer, um draußen die eintreffenden Gäste zu fotografieren. Die Gesichter waren voller Vorfreude, alle lachten unbeschwert und begrüßten sich herzlich. Einige der Gäste hatten mich am Vortag beim Standesamt bereits erlebt und grüßten mich sofort wie einen alten Bekannten.

Gänsehaut und die unbändige Energie ehrlicher Worte

Und genau da passierte etwas, das mir bis heute beim Schreiben eine echte Gänsehaut verpasst: Ich spürte unter den Gästen so viel ehrliche Freude, pure Freundlichkeit und einen Zuspruch, der mich in diesem Moment fast überwältigte. Es waren lobende Worte, wie ich sie in dieser Fülle auf einer Hochzeit ehrlich gesagt noch nie zuvor zu hören bekommen hatte. Klar, mal erwähnt ein Gast im Gespräch, dass man gute Arbeit macht. Aber an diesem Tag im Müggenbusch waren diese positiven Rückmeldungen einfach umwerfend.

Später schrieb ein Gast über meine Arbeit: „Herr Leisner ist ein extrem aufmerksamer Fotograf mit Blick fürs Detail. Jede kleine optische Störung wird sofort gesehen und angepasst. Zudem war Herr Leisner gefühlt immer & überall und hat jeden einzelnen Moment hervorragend eingefangen. Ich war jetzt schon auf so einigen Hochzeiten und Herr Leisner war mit Abstand der beste Fotograf von allen!“

Der Blick für Details
Der Blick für Details

Mein zwölfeinhalbjähriger Anspruch an die Ewigkeit

Was sollte man zu so einem Feedback noch sagen? Solche herzlichen Aussagen kamen an diesem Abend wirklich zahlreich, und ja, das macht mich als Fotograf verdammt stolz. Gleichzeitig frage ich mich: Wie arbeiten eigentlich andere Fotografen? Denn das, was die Gäste dort so begeistert lobten, ist für mich seit zwölf Jahren vollkommen normal und mein täglicher, kompromissloser Anspruch an mich und meine Arbeit selbst.

Ich liefere den Hochzeitspaaren Bilder, mit denen sie sich auch nach Jahrzehnten noch in diesen Moment zurückversetzt fühlen und ihre eigene Hochzeit hochemotional neu erleben können. Diesen Anspruch habe ich an mich, ungefilterte Emotionen zu transportieren. Lachende, umherlaufende Kinder, Gäste, die sich tief in intensive Gespräche versunken unterhalten, und Menschen, die später am Abend ausgelassen auf der Tanzfläche alles geben und mit geschlossenen Augen die Musik genießen.

Wenn kleine Knöpfe große Geschichten erzählen

Als Charlott schließlich im Kleid war, ging ich wieder ins Zimmer zurück. Da stand sie vorm Spiegel in ihrem wunderschönen Kleid und die Visagistin schloss die filigranen Knöpfe am Rücken des Kleides. Danach ging es in die hohen Schuhe, ein letzter Blick der Braut in den Spiegel, und wir gingen gemeinsam nach draußen. Wir waren auf dem direkten Weg zum First Look – dem Moment, in dem der Bräutigam die Braut zum ersten Mal sieht.

Maron stand bereits unten nahe dem hölzernen Steg an der Wakenitz im Schatten der alten Bäume und wartete sichtlich etwas nervös auf seine Frau. Ich eilte immer ein Stück voraus, um den Weg der Braut und das von Vorfreude gezeichnete Lächeln von Charlott einzufangen. Vor Ort angekommen, machte ich Bilder von Maron, wie er mit dem Rücken zur Braut stand. Seine Augen glänzten im Gegenlicht, er lächelte in freudiger Erwartung darauf, seine Braut gleich zum allerersten Mal in voller Pracht zu sehen. Die Spannung und Vorfreude zwischen den beiden konnte man fast greifen, so präsent waren sie.

Der First Look
Der First Look

Der First Look: Das Wow beim Anblick der Braut

Dann war es endlich so weit: Charlott trat von hinten an ihn heran und tippte ihm ganz sanft auf die Schulter. Man konnte das emotionale „Wow“ von Maron förmlich hören, obwohl er es in diesem Moment nicht laut aussprach. Aber man sah es in der Freude in seinen Augen und seinem Lächeln – sein Blick sprach Bände. Er strahlte über das ganze Gesicht, umarmte seine Frau unendlich fest, hielt sie im Arm und bestaunte sie immer wieder voller Bewunderung von allen Seiten. Und Charlott freute sich einfach riesig mit ihm.

Die Sonne brannte weiterhin gnadenlos vom wolkenlosen Himmel, aber der Trauzeuge hatte im Vorfeld mitgedacht. Er hatte ein paar kühle Wasserflaschen für uns in den Schatten gestellt und ein befeuchtetes Handtuch bereitgelegt, damit sich Maron ab und zu das Gesicht sanft abtupfen konnte. Wenn man sich das mal bildlich vorstellt: Bei diesen extremen Temperaturen im kompletten Hochzeitsanzug, mit Jackett, Weste, Hemd und einem T-Shirt darunter – ich frage mich ehrlich, wie Maron das geschafft hat, bei dieser Hitze in voller Montur nicht umzukippen.

Der Prinz und seine Prinzessin in malerischer Kulisse

Wegen der unbarmherzigen sengenden Sonne hielten wir uns weiterhin ganz bewusst im kühleren Schattenbereich der Bäume auf. Im Hintergrund erstreckte sich die unberührte Natur und das Glitzern der Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche der Wakenitz. Für die darauffolgenden Bilder waren ein paar Anpassungen nötig. Die beiden standen im Schatten, der Hintergrund war stellenweise sehr hell. Um hier ein harmonisches Gleichgewicht herzustellen und zu verhindern, dass der Hintergrund komplett ausfraß oder das Paar im Dunkeln absank, stellte ich einen externen Blitz mit einem kleinen Lichtformer auf.

Mein Ziel war es dabei kein künstlich wirkendendes Bild zu schaffen, sondern eine ganz sanfte Aufhellung, die die natürliche Stimmung perfekt unterstützte. Und das Ergebnis ist umwerfend geworden: Die beiden sahen aus wie aus einem zeitlosen Märchen, der Prinz mit seiner Prinzessin. Die Luft zwischen ihnen knisterte förmlich, als sich ihre Blicke immer wieder trafen.

Prinz und Prinzessin
Prinz und Prinzessin

Lebensfreude pur auf dem alten Bootssteg

Danach gingen wir weiter vor auf den Holzsteg an der Wakenitz. Hier entstanden Bilder, die vor purem Leben nur so sprühen: Maron hob Charlott lachend hoch, die beiden tanzten ausgelassen auf dem Steg, lachten völlig unbeschwert, und ihre tiefe, ehrliche Liebe ist auf jedem einzelnen Foto sichtbar. Für mich war es ein absolutes Fest, das so hautnah miterleben und dokumentieren zu dürfen. Seit so vielen Jahren bin ich nun schon als Hochzeitsfotograf tätig, aber Momente wie dieser zeigen mir einmal mehr, dass es jedes Mal wieder etwas ganz Besonderes ist.

Nach dem Paar-Shooting machten wir uns langsam wieder auf den Weg in Richtung des Restaurants Müggenbusch. Auf dem Weg dorthin nutzte ich die natürliche Bewegung der beiden und fotografierte sie im Gehen, sowohl von hinten als auch von vorne, um ihre Dynamik einzufangen. Kurz bevor wir oben waren, nahm ich mir noch kurz die Eheringe der beiden. Ich entdeckte einen alten Baumstumpf, der wunderschön mit sattgrünem Moos bewachsen war, platzierte die Ringe darauf und setzte sie als Detailaufnahme perfekt in Szene.

Wenn die Gäste sich scherzhaft die Augen zuhalten

Langsam bewegten wir uns zum Außenbereich des Restaurants. Charlott verabschiedete sich und ging wieder zurück in Richtung ihres Zimmers, da sie später ganz traditionell von ihrem Vater nach vorne geführt werden sollte. Maron blieb draußen und begann weiterhin, die eintreffenden Gäste zu begrüßen. Das Ganze bekam eine wunderbar humorvolle Dynamik, denn die vorbeigehenden Gäste gaben sich alle Mühe, bloß nicht in Richtung der Braut zu schauen, um Charlott vorab ja nicht im Kleid zu sehen. Überall wurde laut gelacht, und die Gäste hielten sich scherzhaft die Augen zu, während sie an ihr vorbeigingen auf dem Weg zur Location.

Die beiden hatten für ihre Trauung professionelle Musiker von Be Merry engagiert, die im Hintergrund bereits die Instrumente einstimmten. Als schließlich alle Gäste ihre Plätze eingenommen hatten und Maron voller Vorfreude vorne vor den Gästen stand, fing die Musik an zu spielen. Das war das Zeichen: Charlott bog gemeinsam mit ihrem stolzen Vater um die Ecke.

Brautvater mit Braut
Brautvater mit Braut

Ein Einzug voller Tränen und intimer Verbundenheit

Sie bewegten sich langsam in Richtung des Stegs zum überdachten Außenbereich, wo die gesamte Hochzeitsgesellschaft sichtlich gerührt aufstand. Bei Maron angekommen, nahm der Vater der Braut seine Tochter noch einmal fest in den Arm, drückte sie innig und übergab sie schließlich dem Bräutigam. Maron nahm sie sichtlich bewegt in Empfang, und die beiden besiegelten den Moment mit einem innigen Kuss, bevor sie Platz nahmen.

Die freie Trauung wurde an diesem Tag nicht von einem externen Redner abgehalten, sondern von den beiden Trauzeuginnen – zwei der besten Freundinnen von Charlott. Das machte die gesamte Zeremonie unglaublich persönlich, tiefgründig und intim. Während die beiden sprachen, bewegte ich mich leise und, wie es die Location hergab, möglichst unauffällig durch die Reihen. Ich fotografierte aus den verschiedensten Positionen und Winkeln, um die Vielfalt der Emotionen einzufangen.

Unbemerkte Emotionen im Fokus zweier Linsen

Auf der einen Kamera hatte ich das lichtstarke 28-70mm f/2 an der Canon R6 für die direkte Nähe, auf der anderen das 70-200mm f/2.8 an der Canon R5, mit dem ich aus der Entfernung unbemerkt Emotionen der Gäste, der Familie und der Verwandten dokumentieren konnte. Zwischendurch gab es immer wieder ein Lied von Be Merry. Hier und da flossen einige Tränchen der Rührung. Trotz der anhaltenden, drückenden Hitze verflog die Zeit der feierlichen Zeremonie wie im Flug.

Nachdem alles vollzogen war und das frischgebackene Ehepaar unter großem Jubel der Gäste auszog, ging es für alle über die Stege hoch in den großzügigen Außenbereich des Restaurants Müggenbusch. Das aufmerksame Personal nahm die Gesellschaft herzlich in Empfang und reichte ihnen erfrischende, eiskalte Getränke. Die Gesellschaft von knapp 100 Gästen verteilte sich im Außenbereich, und hier bemerkte ich etwas, das ich bei Hochzeiten selten sehe.

Harmonische Einheit
Harmonische Einheit

Eine harmonische Einheit, die wie eine Familie feierte

Es gab keine dieser typischen, absplitternden Gruppen, bei denen die Arbeitskollegen unter sich blieben und die Verwandtschaft separat stand. Alles war eins. Jeder unterhielt sich ungezwungen mit jedem, und diese harmonische Einheit fand ich einfach großartig. Ich fotografierte währenddessen fleißig weiter, mischte mich unter die plaudernde Hochzeitsgesellschaft, ging aber auch immer wieder bewusst einen Schritt voraus.

So sprinte ich kurz nach drinnen in den großen Saal, bevor die Gäste hereingebeten wurden. Der Raum war noch komplett unberührt, und ich nutzte die wertvollen Minuten, um das Ambiente für die beiden festzuhalten: den liebevoll hergerichteten Raum, die wunderschön dekorierte Decke, die Candybar und das gesamte Flair. Mein Blick lag dabei immer auf den kleinen Details, die das Paar monatelang geplant hatte. Wenig später wurden die Gäste offiziell nach drinnen gebeten, nahmen an den festlich gedeckten Tischen Platz, und die ersten emotionalen Reden wurden gehalten.

Tränen der Rührung
Tränen der Rührung

Wenn Worte zu Tränen rühren: Die Magie der Reden

Den Anfang machte die Mutter der Braut, gefolgt vom stolzen Vater. Danach traten die Mutter des Bräutigams, die Schwester und schließlich die Trauzeugen an das Mikrofon. Jede einzelne Rede ging ins Herz. So viel Liebe, dass mir selbst einige Tränen runterkullerten. Und natürlich flossen auch einige Tränchen der Rührung im Saal, die ich still und leise festhielt. Es sind genau diese echten Momente und ungefilterten Emotionen, die eine Hochzeitsreportage wertvoll machen.

Als der erste frische Salat als Vorspeise gereicht wurde, nutzte ich den Moment für eine kurze Verschnaufpause und lernte den DJ des Abends kennen: Nico Engewald, besser bekannt als DJ Tightwood. Wir quatschten kurz, stimmten uns professionell ab und waren sofort auf einer Wellenlänge. Kurze Zeit später wurde schließlich das große, kulinarische Buffet im Außenbereich offiziell eröffnet.

Ein kulinarisches Buffet unter fast freiem Himmel

Ich sprintete sofort wieder nach draußen vor die hungrigen Gäste, um die vielen Köstlichkeiten in ihrem noch unberührten Zustand fotografisch einzufangen. Es gab eine so große Auswahl, dass ich beim bloßen Gedanken daran jetzt schon wieder Hunger bekomme. Das Team des Restaurants, inklusive des Chefs persönlich, stand hinter großen, dampfenden Pfannen und reichte Scampis, frische Champignons, zartes Filet und so vieles mehr über den Tresen, dass alleine das Aufzählen aller Speisen eine ganze Seite in diesem Artikel füllen würde. Es wurde laut gelacht, geplaudert und geschlemmt. Nachdem sich alle Gäste am Buffet bedient hatten, war es schließlich auch für den DJ und mich Zeit zum Essen.

Hochzeitsbuffet
Hochzeitsbuffet

Ein Moment des Dankes auf Augenhöhe

Wir holten uns jeweils einen Teller mit den frisch zubereiteten Köstlichkeiten, setzten uns ein Stück abseits der Gesellschaft in den Außenbereich und unterhielten uns entspannt über den bisherigen Tag. Besonders toll fand ich, dass das aufmerksame Servicepersonal des Müggenbuschs zu uns an den Tisch kam und uns fragte, was wir trinken möchten. Ja, ich weiß, eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, aber ich habe es auch schon oft anders erlebt und es zeigt, wie großartig sich hier auch um uns Dienstleister gekümmert wurde.

Nach dem Essen verteilte sich die Gesellschaft langsam wieder im gemütlichen Außenbereich. Ich zog wieder mit meinen Kameras los, schaute, wer bereits aufgegessen hatte, und mischte mich unter die Leute. Ich fotografierte ausgelassene Gespräche, spielende Kinder auf dem Rasen und herzlich lachende Gäste. Das Schöne war: Kurz zuvor zog ein kurzer Regenguss über uns hinweg (das war, als alle drinnen waren und die Reden gehalten wurden – man könnte fast meinen, wie bestellt).

Das erlösende Aufatmen nach dem Sommerregen

Es war ein kurzer, erlösender Schauer, der die extremen Temperaturen für alle Anwesenden spürbar erträglicher machte. Die aufgeheizte Luft kühlte etwas ab, und man merkte, wie ein kollektives Aufatmen durch die gesamte Gesellschaft ging. Ich unterhielt mich zwischendurch immer wieder locker mit einigen Gästen und fotografierte spontan zusammengeschlossene Gruppen, die sich ein Bild wünschten, oder Paare, die gerne ein schönes Bild von sich zusammen haben wollten. Auch die klassischen Gruppenbilder mit dem Brautpaar, den engen Freunden und den Verwandten standen auf dem Programm und arbeiteten wir gemeinsam ab.

Das Auge fürs Detail

Genau zu dieser Zeit bekam ich von den Gästen immer wieder zu hören, dass sie bisher noch nie einen so engagierten Fotografen erlebt hatten. Es wurde auch von vielen lobend erwähnt, dass ich proaktiv darauf achtete, dass die Kleidung der Herren richtig saß, die Sakkos ordentlich fielen und vor allem unschöne Dinge wie klobige Autoschlüssel oder Smartphones aus den Hosentaschen verschwanden, die sonst die Hosen der Männer unästhetisch ausbeulten.

Auch das ist etwas, was meine Arbeit ausmacht: das Auge fürs Detail, das den Unterschied zwischen einem guten und einem perfekten Bild bedeutet. Und fast hätte ich es vergessen zu erwähnen: Nach dem phänomenalen Essen gab es natürlich auch noch einen fantastischen Nachtisch in verschiedensten Ausführungen – und als absolutes Highlight zusätzlich eine eigene Eistheke!

Auge fürs Detail
Auge fürs Detail

Ein funkelnder Kreis aus Wunderkerzen und Liebe

Es dämmerte bereits langsam über dem Müggenbusch, als der mit Spannung erwartete Hochzeitstanz anstand. Die Gäste versammelten sich alle geschlossen um die Tanzfläche herum, und DJ Tightwood spielte das vom Paar gewählte Lied. Die Stimmung war unbeschreiblich: Die Gäste zündeten rundherum lange Wunderkerzen an und bildeten einen leuchtenden, funkelnden Kreis um das tanzende Ehepaar.

Ich bewegte mich mittendrin, tanzte quasi um die beiden herum und hielt auch diesen besonderen Moment für die beiden fest. Überall sah man lachende, gerührte Gesichter im warmen Schein der Funken, und die Liebe zwischen Charlott und Maron während ihres Tanzes war auf jedem einzelnen Bild spürbar. Direkt im Anschluss wurde die Tanzfläche für alle offiziell eröffnet – und ich war mit meinen Kameras mittendrin im wilden Geschehen.

Pure Lebensfreude und ausgelassene Stimmung

Was für eine grandiose Stimmung. Es entstanden weitere unzählige, dynamische Bilder voller Leben, pure Lebensfreude. Nach insgesamt 9 Stunden intensiver Arbeit an diesem Tag war mein Werk schließlich getan. Ich verabschiedete mich herzlich von Charlott und Maron sowie von einigen Gästen, mit denen ich über den Tag intensiver gesprochen hatte, packte mein Equipment zusammen und fuhr erschöpft, aber glücklich nach Hause. Ein Tag voller echter Freude!

Die Arbeit eines professionellen Hochzeitsfotografen endete aber bekanntlich nicht mit dem Verlassen der Location. Den Tag zuvor vom Standesamt hatte ich bereits am Samstagmorgen komplett bearbeitet. Ich habe meine Aufgaben einfach gerne sofort vom Tisch und legte deshalb vor der freien Trauung eine echte Frühschicht am Rechner ein. Ich sichtete das gesamte Material, sortierte aus, bearbeitete die Bilder im finalen Look und lud sie direkt in die für das Paar bereitgestellte Online-Galerie hoch.

Hochzeitslocation Müggenbusch
Hochzeitslocation Müggenbusch

Die abgesagte 300-Kilometer-Tour – das perfekte Timing

Genau so geradlinig verfuhr ich auch mit den Bildern der freien Trauung aus dem Müggenbusch. Eigentlich hatte ich für den Sonntag fest eingeplant, eine ausgiebige Tour mit meinem Gravelbike zu fahren – 300 Kilometer von Lübeck nach Rostock und wieder zurück. Aber der Wetterbericht meldete für den Sonntag erneut extreme Hitze und dazu schwere Regenschauer. Also änderte ich kurzerhand den Plan, ließ das Bike stehen und setzte mich stattdessen bereits morgens um 7:00 Uhr wieder an die Bildbearbeitung.

Ich verbrachte den gesamten Sonntag ohne Pause damit, das riesige Bildmaterial der 9-Stunden-Reportage akribisch zu sichten, auszusortieren und zu bearbeiten. Am Abend hatte ich es tatsächlich geschafft: Alles war fertig bearbeitet. Ich lud die Hochzeitsbilder in einen neuen Ordner für die beiden hoch und schrieb ihnen kurz per WhatsApp, dass auch die Bilder der freien Trauung ab sofort zur Ansicht zur Verfügung standen.

Ein überschwängliches Danke und der Weg zu 600 Sternen

Die beiden fielen aus allen Wolken, freuten sich riesig und dankten mir überschwänglich mit den Worten, wie man bitteschön so unglaublich schnell sein könne. Zusätzlich machte ich am selben Abend noch zwei weitere Galerien fertig: eine für die Hochzeitssänger und eine für den DJ, von denen ich über den Tag verteilt ebenfalls Bilder bei der Arbeit gemacht hatte.

Was sollte ich am Ende sagen? Es war einfach wieder eine Hochzeit, die mir noch sehr, sehr lange in Erinnerung bleiben wird. In diesem Jahr durfte ich so viele Hochzeiten wie noch nie zuvor in meiner Karriere begleiten; bis Juni lag ich bereits bei knapp 50 Buchungen, und es konnte spontan immer noch etwas reinkommen. Darüber freute ich mich riesig. Weitere 50 positive Bewertungen waren in den letzten Wochen hinzugekommen, und mit großen Schritten näherte ich mich der magischen Marke von 600 Fünf-Sterne-Bewertungen auf Google. Einfach irre!

Der Müggenbusch: Lübecks Top-Adresse für echte Liebesgeschichten

Die wunderschöne Location „Der Müggenbusch“ das Restaurant, idyllisch mitten im Wald gelegen, umgeben von purer Natur und direkt an der malerischen Wakenitz, hatte an diesem Tag den perfekten Rahmen für eine unvergessliche Liebesgeschichte geboten. Mit Platz für bis zu 110 Gästen drinnen und bis zu 200 Plätzen im großzügigen Außenbereich ist sie für mich eine der absoluten Top-Adressen für authentische, emotionale Hochzeiten im Raum Lübeck. Wenn du noch einen Hochzeitsfotografen suchst, dann nimm gerne über mein Formular mit mir Kontakt auf.