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Fotograf Lübeck Andre Leisner
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Wie fotografiert man eine freie Trauung?

Eine freie Trauung zu fotografieren ist für mich nichts anderes als eine kirchliche oder standesamtliche Trauung. Wie ich vorgehe, was ich mit habe und worauf ich achte, das verrate ich dir anhand einer freien Trauung, die ich kürzlich in Neustadt hatte. Donika und Alex haben mir erlaubt, Bilder von ihnen zu zeigen. So kann ich alles etwas lebendiger für dich hier wiedergeben. Die beiden hatten mich auf einem Hochzeitsportal gefunden und angeschrieben. Wir verabredeten uns zu einem Videocall und die beiden sagten kurzerhand zu. Die freie Trauung mit Feier fand in der Eventfabrik in Neustadt statt. Los ging es mit dem Sektempfang um 16 Uhr, also starten wir ab da rein!

Tipps eine freie Trauung zu fotografieren
Tipps eine freie Trauung zu fotografieren

Wann sollte man da sein?

Um 16 Uhr ging es mit dem Sektempfang los. Ich hatte mich mit Donika und Alex abgesprochen, dass ich um 15:30 Uhr bereits vor Ort bin, da Gäste auch häufig früher kommen. Aber auch, da ich mir die Location vorher noch mal ansehen wollte, auch wenn ich sie vorher schon kannte, fuhr ich noch etwas früher los. Als ich auf den Parkplatz der Eventfabrik fuhr, war Alex gerade draußen und begrüßte mich. Danach ging ich in die Location und schaute mich um. Zu dem Zeitpunkt war es kurz nach 15 Uhr.

Worauf habe ich mir angesehen:

  • Wie sind die Tische gestellt?
  • Was gibt es für Stationen (Gästebuch, Ecke für Kinder, Tanzbereich, Fotobox etc.)?
  • Wie ist der Aufbau für die freie Trauung?
  • Von wo kommt das Licht?
  • Welche Kamera und Objektive setze ich wo draußen ein?
  • Wie ist der Abstand vom Redner zum Brautpaar und mein Platz dahinter?

Letzteres war ziemlich heikel, da zwischen dem Trauredner und der Holzaußenwand des Grundstücks nur ein Meter Platz war und dazu große Felssteine vor der Wand lagen. Also zwei Herausforderungen: Der Abstand zum Brautpaar war gering und ich musste genau schauen, wo ich hintrete, um mich nicht auf die Nase zu legen.

Abstand zum Brautpaar
Abstand zum Brautpaar

Womit habe ich die freie Trauung fotografiert?

Die beiden nachfolgenden Kameras hatte ich an meinem Cotton-Carrier-Gurtsystem (Link zu Amazon) befestigt. Gibt immer mal wieder welche, die scherzen: Ich sehe aus wie vom Sondereinsatzkommando. Nur eben mit Kameras.

  • Die Canon R6 mit dem 28–70 mm f/2 und Aufsteckblitz Canon Speedlite EL-1 Version 1
  • Und die Canon R5 mit dem 70–200 mm f/2,8

Vorne an der Brust hatte ich die R6 und an der Seite die R5. Im Auto hatte ich noch zwei Stative und zwei Blitze von Neewer Vision5 TTL und zwei Durchlichtschirme. Die benötigte ich an dem Tag nicht, aber haben ist stets besser als brauchen. Und die DJI Mavic 3 Pro hatte ich noch mit, die nutzte ich später fürs Gruppenbild. Bevor ich es vergesse: Als ich reinkam, sah ich einen alten Bekannten, Christian den DJ alias Sand and Sound. Nachdem ich mich umgesehen hatte, nutzte ich die Zeit und fotografierte bereits die Tischdeko. Aber bereits wenige Minuten später, es war gegen 15:30 Uhr, kamen die ersten Gäste.

Christian den DJ alias Sand and Sound
Christian den DJ alias Sand and Sound

Zweite Kamera als Backup

Vielleicht fragst du dich, warum ich überhaupt mit Kameras am Körper rumlaufe und mir das Gewicht antue. Ganz einfach: Wenn Donika einläuft, zählt jede Sekunde. Ich habe keine Zeit, mitten im Moment eine andere Kamera zu holen – mit dem Gurtsystem greife ich in einer Sekunde zur R5 für den nahen Blick und in der nächsten zur R6 für die totale Stimmung. Und der wichtigste Punkt: Backup. Wenn eine Kamera mitten beim Ringwechsel streikt, fotografiere ich ohne Sekundenschreck mit der anderen weiter. Sicherheit geht bei mir einfach vor. Daneben sichere ich auf zwei Slots, geht eine Speicherkarte kaputt ist immer noch alles auf der zweiten Karte gesichert.

 

Indirektes Blitzen mit dem Aufsteckblitz

Wer die Location kennt, weiß, dass hier nicht viel mit Bouncen geht, also quasi gar nicht. Keine Wände in der Nähe oder Decke. Aber das macht auch nichts. Im leichten Winkel nach hinten geneigt reicht der Speedlite trotzdem aus, um die Situation vor einem ein bisschen aufzuhellen. Und das Licht trotz riesiger Fenster in den Seitenbereich der Location ist doch eher diffus. Also einfach die ISO ein bisschen hochdrehen zw. 1.600 und 3.000, um den Hintergrund aufgehellt auch mit drauf zu haben, den Blitz auf TTL und los ging es. Blende zwischen f/2.8–4. Alex begrüßte die eintreffenden Gäste und das Team von der Eventfabrik reichte das Begrüßungsgetränk. Donika sollte erst zur Trauung eintreffen. Sie hatte ihren Auftritt und der war grandios! Also fotografierte ich erstmal munter weiter.

Tischdeko fotografieren
Tischdeko fotografieren

Ein Fotograf macht Kilometer

Bereits nach dem Eintreffen war ich in meinem Element. Ich mag es einfach, Menschen zu fotografieren und besondere Momente einzufangen. An solchen Tagen lege ich unzählige Kilometer zurück. Nach und nach gingen die Gäste nach draußen. Alex‘ Mutter spielte Gitarre bei der Trauung, also als Donika eintraf, und am Ende der Trauung. Aber dazu gleich mehr. Die Gäste nahmen auf den Bänken Platz und ich fotografierte weiter. Abwechselnd mit beiden Kameras. Dann war es so weit, wir konnten über den Platz hinweg auf dem Parkplatz das vorfahrende Auto mit Donika sehen, gleich war es so weit. Ich positionierte mich auf einem hochstehenden Podest und hatte den Weg, den Donika nehmen musste, direkt im Auge oder sagen wir im Sucher. Dafür nutzte ich die R5 mit dem 70–200-mm. Und da kam sie, ganz in Weiß mit einem langen Schleier.

Du musst wissen, was du tust!

Ich erwähne es nur kurz am Rande: Du musst natürlich wissen, was du tust, welche Kamera du wann zu nehmen hast, mit welchem Objektiv und welche Einstellungen vonnöten sind. Alles muss wie im Schlaf erfolgen. Ich wechselte auf die R6, um die Situation mit drauf zu haben, als Donika bei Alex eintraf, und sprintete von dem einen zum anderen Spot. Schaltete dazu den Blitz auf der R6 ein, denn damit es nicht langweilig wird, hatte man, wenn man die beiden Richtung Trauredner fotografieren wollte, eine Gegenlichtsituation. Ab jetzt merke ich, wie ich wieder eine Gänsehaut bekomme und meine Augen leicht wässrig werden. Trotz so vieler Hochzeiten sind sie immer wieder was Besonderes für mich und manche sind noch besonderer, und dazu zählte auch diese. Neben dem Trauredner übersetzte eine Freundin auf Bulgarisch.

Besondere Momente
Besondere Momente

Besondere Momente, die jeden zu Tränen rühren

Ja, auch mich! Ich kann mich aber hinter meiner Kamera verstecken. Aber die beiden hatten so schöne Eheversprechen vorbereitet, dass ich ab und an mal mit Zwinkern nicht mehr weiterkam und ein Taschentuch nehmen musste. Nebenher hielt ich logischerweise das Gesicht des anderen fest, der gerade zuhörte. Erst sprach Alex und dann Donika. Ich habe es schon häufiger in Artikeln erwähnt, dass ich während der gesamten Begleitung dem Paar so nahe bin wie ein guter Freund. Sei es Chemie, Empathie, sicherlich eine Mischung aus beidem. Auf jeden Fall fühlte ich die Worte, die sie aneinander richteten und hielt die Emotionen fest.

Wenn mich zukünftige Paare fragen, ob sie sich persönliche Worte sagen sollen: Macht es! Genau das sind die Momente, für die ich als Hochzeitsfotograf brenne. Wenn der Zettel in der Hand leicht zittert, man sich tief in die Augen schaut und die Emotionen ungefiltert rauskommen, entstehen die ehrlichsten und schönsten Bilder überhaupt. Da braucht es kein Posing, das ist einfach das echte Leben und pure Liebe.

Danach wurden die Ringe getauscht. Der abschließende Kuss und dann war die Zeremonie auch schon vorbei. Die Sonne brannte gnadenlos – aber der Aufsteckblitz hellte die Augenschatten gut auf. Was ich bis dato nicht erwähnte, war mein Kraxeln hinter dem Trauredner. Das eine oder andere Mal habe ich mich fast abgemault. Meine Herren, war das schmal dahinter, aber was tut man als Hochzeitsfotograf nicht alles für ein besonderes Bild. Aber ich musste schon höllisch aufpassen. Die beiden sollte ich schließlich an dem Tag noch länger begleiten und die Hochzeitssaison ist noch lang. So viel dazu. Nach dem Kuss kamen die Glückwünsche der Gäste.

Die Gäste gratulieren dem Brautpaar
Die Gäste gratulieren dem Brautpaar

Links, rechts, vor, zurück und zwischendrin

Beim Beglückwünschen steht immer irgendeiner irgendwo vor, das heißt, man muss sich ständig bewegen, um möglichst jeden mit drauf zu haben, das ist zumindest mein Anspruch. Jeden Gast mindestens einmal auf einem Bild zu haben und das nicht nur beim Beglückwünschen. Die Hochzeitsgesellschaft war groß, so dauerte es eine Zeit, bis alle den beiden gratuliert hatten. Dazu gab es dann auch noch Bilder von den Gästen und dem Brautpaar. Danach gab es noch ein paar Gruppenbilder und dann fuhren das Brautpaar und ich weg! Wir hatten einfach keine Lust mehr – nein, Spaß. Die beiden wollten Bilder am Strand machen und da gab es eine Location in der Nähe, die sie sich einen Tag vorher bereits angesehen hatten, und da fuhren wir mit meinem Auto kurz hin. Hielten bei einem Hotel auf dem Parkplatz, das direkt am Strand liegt, und machten dort Bilder in malerischer Kulisse.

Herzlichen Glückwunsch, liebes Brautpaar

Klar, wo Menschen ein Hochzeitspaar sehen, wird natürlich gratuliert. Wir kamen an einer Strandbar auf dem Weg zum Strandabschnitt vorbei und ein Kellner eilte herbei mit einem Cocktail für die beiden. Das war so lieb und süß von ihm! Mega. Mit dem Getränk in der Hand ging es dann zum kleinen, schnuckeligen Strandabschnitt. Zwischen Strandkörben schaute ich mich um, was sich aus dieser Location rausholen ließe. Nachdem die beiden einen Schluck genommen hatten, instruierte ich sie und wir machten ganz entspannt ein paar Bilder am Strand mit Wasser im Hintergrund. Man könnte meinen, wir hätten irgendwo in Spanien oder so geshootet. Die Sonne zu dem Zeitpunkt gegen halb sieben gab immer noch alles und Alex bekam kaum die Augen auf. Donika brillierte, als gäbe es die Sonnenscheibe gar nicht. Um es Alex einfacher zu machen, suchte ich noch einen anderen Spot. Das Hotel war nur einen Steinwurf entfernt und da gab es ein paar Schattenbereiche. Aber vorher, ergab sich noch was anderes….

WOW im wahrsten Sinne des Wortes

Auf einer Anhöhe zum Hotel runter stand eine Sitzgelegenheit als Wort: WOW. Die banden wir natürlich in die Bilder mit ein. Und was ein schöner Kontrast: der grüne Rasen, der blaue Himmel und die orangenen Buchstaben WOW und die beiden darauf. Die Gläser, die die beiden noch mit hatten und die auch noch gut gefüllt waren, banden wir ebenfalls mit ein und so sahen sie sich an, prosteten sich zu und so kam ein schönes Bild nach dem anderen zustande. Als Letztes fotografierte ich Donika noch alleine auf der Bank. Bilder für Alex! Alles WOW! Ich grinste und war so glücklich, der Moment, alles war einfach perfekt. Danach gingen wir zu einem Platz vor dem Hotel. Dort gab es eine schöne Sitzgelegenheit um eine Feuerstelle herum. Da machte ich auch noch aus verschiedenen Positionen von den beiden Bilder. Danach ließ ich sie aufstehen, sich zueinander drehen und dabei lachte Donika wieder so herzlich, dass auch daraus so viele schöne Bilder entstanden sind.

WOW im wahrsten Sinne des Wortes
WOW im wahrsten Sinne des Wortes

Letzter Spot, die Unterkunft am Yachthafen

Die beiden hatten ein Haus direkt am Yachthafen unweit vom Hotel gebucht. Hier wollten wir die letzten Bilder von den beiden machen, bevor es zur Party oder besser gesagt zum Buffet in der Eventlocation ging. Am Haus angekommen, schaute ich mich erst um. Die Sonne war bereits tief und das Haus warf einen großen Schatten auf die Terrasse, sodass es eine Mischlichtsituation war. Der Yachthafen bekam noch Sonne. Das heißt, Schatten und Sonnenlicht? Das wäre kein schönes Bild geworden, aber an einer Stelle an der Ecke gab es noch Sonne. 50 Meter entfernt sah ich eine Brücke. Ich sagte den beiden, sie sollen sich an der Seite beim Geländer hinstellen und ich sprintete mit meinem Rucksack und Kamera zur Brücke und machte von den beiden mit dem 70-200mm an der R5 ein paar schöne Bilder in wundervoller Umgebung, auf der Terrasse des Hauses mit dem Yachthafen im Hintergrund. Danach ging es zum Auto und wieder zur Eventfabrik.

Verpflegung für die Dienstleister

Vielleicht hast du auch den Artikel von mir gelesen: Muss ein Hochzeitsfotograf verpflegt werden? Der DJ und ich durften uns auch am Buffet bedienen. Bereits eine halbe Stunde sind die Gäste ans Buffet gegangen, das Okay dazu hatte Alex kurz per Anruf gegeben. So warteten Christian und ich kurz noch, bis die erste Runde durch war, und stellten uns mit an. Mir läuft gerade jetzt wieder das Wasser im Mund zusammen, wenn ich an das Essen denke. Die freie Zeit nutzte ich zuvor natürlich, um das Buffet und die Gäste zu fotografieren, aber ansonsten heißt es: Essen die Gäste, isst auch der Fotograf. Denn wer will schon ein Bild von sich mit Gabel oder Essen im Mund? Ich füllte meinen Teller und stellte mich draußen an einen der Stehtische. Durch die Scheibe hatte ich nach drinnen alles gut im Blick, sollte sich was ereignen.

Dienstleister verpflegen
Dienstleister verpflegen

Die ersten Reden wurden gehalten

Nachdem das Essen beendet war, wurden die ersten Reden gehalten. Erst hielt Donikas Mutter eine kurze Rede, danach Alex‘ Mutter. Dann gab es Live-Musik und selbst Alex spielte Gitarre. Klar, das musste ich natürlich bildlich festhalten. Aber ich ging auch durch die Reihen und fotografierte Gäste. Programm gab es die ganze Zeit, sowohl von Freunden als auch von Donika und Alex selbst. Freunde hatten Impro-Theater vorbereitet und Alex musste zu verschiedenen Märchen improvisieren. Das war lustig für alle. Aber auch stets das Miteinander der beiden war so schön anzusehen. Mein Herz hüpft immer noch vor Freude, wenn ich daran zurückdenke. Auch wie die beiden zusammen performt haben.

Besonderer Hochzeitstanz
Besonderer Hochzeitstanz

Der Hochzeitstanz der besonderen Art

Es wurde still, die beiden tanzten verträumt zu langsamer Musik, die dann in Rock umschwang, oder war es Rap? … Kriege ich nicht mehr ganz zusammen, aber die beiden zogen dann nach und nach die Hochzeitsgesellschaft auf die Tanzfläche und es war Stimmung. Die Tanzfläche war voll und nebenher gaben die beiden abwechselnd Tanz-Workshops der besonderen Art: „Shake your Ass“ oder Headbangen mit Luftgitarre. Ich sage einfach nur: Chapeau, was ein gelungener Abend, und damit war ja noch lange nicht Schluss. Es wurde getanzt, gelacht, und nebenher fotografierte ich mal auf der Tanzfläche oder wie Gäste sich bei der Fotobox fotografierten, kickerten oder sich ins Gästebuch eintrugen. Du siehst, als Hochzeitsfotograf ist man an allen Fronten aktiv. Etwas über 4.000 Bilder machte ich an diesem Tag. Worüber ich lachen musste, war: Irgendwann am Abend kam Alex auf mich zu und fragte mich: „Wie lange machst du heute eigentlich?“ Ich musste kurz lachen und antwortete, bis ihr Stopp sagt. Denn über eine Dauer, wie lange ich fotografieren sollte, hatten wir nie gesprochen. Aber es war kurz vor Null Uhr. Ich hatte jeden mehrfach fotografiert. Alex holte kurz Donika dazu und beide entschieden dann, dass es dann reichte.

Feierabend für den Hochzeitsfotografen

Ich dankte den beiden für den tollen Tag und verabschiedete mich von ihnen. Ich ging noch mal kurz zum DJ Christian und verabschiedete mich auch von ihm. Halt, eins habe ich dir noch unterschlagen: das Gruppenbild. Nach dem Essen sagte der DJ übers Mikro: alle nach draußen fürs Gruppenbild. Ich startete meine Drohne, positionierte alle und machte ein paar Gruppenbilder aus verschiedenen Höhen und ein letztes von einem Stück weiter weg, sodass man die Location, die Gäste und den Sonnenuntergang sieht. Ein tolles Bild. Das war dann der kurze Einsatz der Drohne, aber mit einer Drohne hat man einfach die Möglichkeit, ein Bild zu machen, wo nicht irgendwo ein Gesicht durch jemand anderen verdeckt wird, und es ist etwas Besonderes. Nachdem ich alles im Auto verstaut hatte, ging es für mich zurück. 10 Stunden mit An- und Abfahrt waren es und zu Hause erst merkte ich, dass ich noch ganz schön aufgedreht war.

Gruppenbild von der Hochzeitsgesellschaft mit Drohne
Gruppenbild von der Hochzeitsgesellschaft mit Drohne

Die Zeit muss man nutzen

Trotzdem ich kaputt war, war ich noch aufgekratzt. Schlafen hätte ich sowieso noch nicht können, also überspielte ich die Bilder von den Speicherkarten auf den Rechner. Räumte auf und machte klar Schiff Nachdem alles auf den Rechner gezogen hatte, ging ich kurz noch duschen und dann war für mich auch Schicht im Schacht. Aber am nächsten Morgen um 7 klingelte wie jeden Tag, sieben Tage die Woche, der Wecker. Ich machte mir einen Kaffee, setzte mich an den Rechner und machte mich an das Sichten der Bilder. Schnell und gut sein liegt mir am Herzen. Auch dazu findest du einen Artikel auf meiner Seite: Schnelle Bildbearbeitung = schlechte Qualität? Und bereits zwei Tage später hatten Donika und Alex den Link zu ihren bearbeiteten Bildern. Und Alex schrieb auf WhatsApp „Wow“ und auch, dass sie und ihre bulgarischen Freunde, mit denen sie noch unterwegs waren, über die Bilder staunen, wie schön sie sind. Damit schließe ich auch dieses Kapitel der freien Trauung von Donika und Alex.

Ein Tipp für die freue Trauung

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp von mir, wenn du auch gerade deine freie Trauung planst: Achtet bei der Location ein bisschen darauf, dass hinter dem Trauredner zumindest ein kleiner Streifen Platz ist, damit euer Fotograf sich unbemerkt bewegen kann, ohne über Felsen kraxeln zu müssen wie ich. Und wenn ihr Bilder am Strand oder im Grünen wollt: Plant das späte Nachmittags- oder Abendlicht ein. Die Sonne steht tief, das Licht wird weich und eure Bilder sehen danach einfach nur „Wow“ aus. Ihr steckt auch gerade mitten in den Hochzeitsvorbereitungen und sucht noch jemanden, der eure Story ungestellt und echt einfängt? Schreibt mir einfach, ich freu mich auf eure Nachricht.