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Fotograf aus Lübeck Andre Leisner
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Welche FPV Drohne ist für Anfänger geeignet?

Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, denn es kommt auf verschiedene Faktoren an: die Größe des Geldbeutels, wie viel Zeit Du hast und wo Du mit der FPV Drohne fliegen möchtest. In diesem Artikel beschreibe ich meine gesammelten Erfahrungen mit dem Thema FPV Drohne als Anfänger.

FPV Drohne als Anfänger
Welche FPV Drohne als Anfänger?

Wie schnell lernt man FPV Drohne zu fliegen?

Es ist wie mit dem Lernen im Allgemeinen. Der eine lernt schneller, der andere langsamer. Der eine braucht 15 Stunden am Simulator und ein anderer benötigt 30 Stunden. Gehen wir von den 30 Stunden Lernzeit aus; Du kannst Dir ja dann leicht ausrechnen, wie lange Du benötigst, um das Fliegen einer FPV Drohne zu lernen. Vergiss dabei nicht die zusätzlichen Stunden, die Du dazu noch in der Praxis benötigst.

Mein erster FPV Flug endete nach drei Sekunden!

Naiv, wie ich zu dem Zeitpunkt war, dachte ich, so schwer kann das doch nicht sein. Ich hatte den Gashebel links nicht auf Null und beim Armen (Kippschalter) klatschte die Drohne an die Decke. Wie sagt man so schön, aus Fehlern lernt man. Ein Motor defekt und zwei der Propeller kaputt. Damit es Dir nicht so geht mir in meinen Anfängen, kommen wir nun am besten zur Frage: Welche FPV Drohne ist für Anfänger geeignet?

FPV Anfänger – welche Drohne?

Wenn ich Dir einen Tipp geben darf: besorg Dir eine Fernsteuerung. Diese ist für etwa 100 Euro zu haben. Setz Dich als Erstes an einen Simulator an Deinem PC. Neben den bekannten Simulatoren, wie etwa DJI Flight Simulator oder Liftoff, gibt es auch einen für Mini-Drohnen, die sogenannten Tiny Whoops. Diese sind sehr gut für Indoorflüge geeignet, da sie gerade mal handtellergroß sind – und dazu noch erschwinglich. Es gibt Bundles die fangen bei 180 Euro an, wie zum Beispiel das BetaFPV Whoop Racing Cetus Lite FPV Kit. Wer etwas tiefer in die Tasche greifen kann oder möchte, kann die DJI Avata näher ins Auge fassen.


FPV24.com

DJI Avata für Drohnenanfänger

Die DJI Avata liegt preislich bei 1.400 Euro, aber im Gegensatz zu einer Drohne mit freiliegenden Propellern, wie zum Beispiel der Nazgul von iFlight, sind die Propeller der DJI Avata durch den umliegenden Rahmen geschützt und die Steuerung ist eine andere. Man kann die DJI Avata mit der DJI Bewegungssteuereinheit bedienen. Dazu kommen alle Sicherheitsfunktionen, die man von DJI gewohnt ist: RTH-Funktion und ein Stopp-Schalter, wenn man kurz mal innehalten muss. Man kann die DJI Avata auch ganz normal fliegen, im sogenannten Acro-Mode, dafür benötigt man aber die DJI FPV Fernsteuerung 2. Aber auch im Acro-Modus hat man jederzeit die Option, auf Normal umzustellen – gerade als Drohnenanfänger eine große Hilfe.

FPV Drohne reparieren
FPV Drohne reparieren

Deine FPV Drohne wird mal eine Bruchlandung hinlegen – unter Garantie!

Als FPV Pilot kannst Du Dich darauf einstellen, früher oder später geht mal etwas kaputt. Das ist leider Fakt, je nachdem, welche FPV Drohne Du fliegst, zum Beispiel eine ganz normale ohne RTH (Return to Home-Funktion) Schnickschnack. Dir reißt die Verbindung ab, weil Du hinter eine Baumreihe fliegst oder eine Mauer: zack und die Drohne stürzt ab. Vielleicht hast Du Glück und sie übersteht den Sturz, ohne kleinere oder größere Schäden, aber meistens geht etwas zu Bruch. Und wenn es nur einer der Propeller ist. Hast Du dazu noch eine teure GoPro, tut es natürlich besonders weh, wenn diese zu Schaden kommt.

Wie repariert man eine FPV Drohne?

Hier kommen wir zu dem Punkt Basteln. Das Hobby FPV Drohne Fliegen, beinhaltet zwangsweise auch die eine oder andere Bastel-Einheit. Bist Du nicht gut darin, solltest Du Dir Gleichgesinnte suchen, von denen einer ein kleiner Bastel- und Reparaturprofi ist. Propellerwechsel ist das eine, schwieriger wird es hingegen, Steuereinheiten und Motoren auszutauschen, da dies mit Lötarbeiten verbunden und die Steuereinheit danach wieder neu zu programmieren ist oder zumindest geprüft werden sollte, ob die Drohne wieder ordnungsgemäß funktioniert. Geschehen kann dies mit dem Betaflight Configurator.

Wo darf man mit einer FPV Drohne fliegen?

Sieht man sich Werbung eines Herstellers an, suggeriert diese, dass man mit der Drohne völlig frei ist und viele schöne Aufnahmen machen kann, wo immer man möchte. Könnte man eigentlich auch, wenn es da nicht unzählige Gesetze gäbe. Dazu darf man die FPV Drohne nur mit einem Spotter, einer zweiten Person fliegen, aber dazu gleich mehr.

Über fremde Wohngrundstücke darf man ohne Genehmigung des Eigentümers mit einer Drohne schon mal nicht fliegen. Die Ausnahme ist eine Drohne unter 250 Gramm ohne Kamera; dies fällt bei einer FPV Drohne aber schon mal flach, weil diese über eine Videokamera mit einer FPV Brille geflogen wird. Mit einer Drohne unter 250 Gramm bei uns im Norden zu fliegen, wo es gerne mal windet, macht generell aber keinen Spaß. Die kleinen Dinger sind so windanfällig, dass man ständig gegen den Wind ankämpfen muss.

Was ist ein Spotter?

Ein Spotter muss neben Dir stehen und ununterbrochen Deine FPV Drohne im Blick haben und dazu noch das Umfeld. Du als FPV-Pilot siehst nur, was unmittelbar vor Deiner Drohne und deren Kamerawinkel liegt, alles was sich außerhalb im Totenwinkel befindet, siehst Du nicht. Dafür ist dann der Spotter da, der Dich bei Näherung anderer Objekte oder sonstiger Gefahr darauf hinweist, sodass Du sofort entsprechend reagieren kannst. Wer draußen mal eine Drohne geflogen ist, weiß aus eigener Erfahrung, dass man die kleinen Objekte schnell mal aus den Augen verlieren kann. Und wenn es heißt „im Sichtfeld des Spotters“, bedeutet dies auch, nicht hinter irgendwelchen Objekte zu fliegen. Das macht das Erlebnis FPV Drohne Fliegen dann ziemlich schwierig.

Ohne Spotter fliegen ist nicht erlaubt

Erst hatte ich mich gefreut, als ich das Video vom Juristen Henry Krasemann auf YouTube gesehen hatte. Dieser sagte im Video, dass es ein Schlupfloch gäbe, wenn man Mitglied in einem deutschen Modellfliegerverband sei. Er meinte, dass man ohne Spotter bis 30 Meter Höhe fliegen dürfte. Leider schrieb jemand dazu, er hätte beim DMFV (Deutscher Modellfliegerverband) nachgefragt und es sei nicht zulässig, woraufhin Henry Krasemann antwortete, er mache dazu ein weiteres Video. Mist – und ich wollte mich gerade schon beim DMFV anmelden.

Berufshaftpflicht Versicherung

Gesetzliche Regelungen beim FPV-Dohnenflug

Fazit: Das waren die Themen, alle mal kurz angerissen. FPV Drohne Fliegen ist mit einer Mini-Drohne im Indoor-Bereich gar kein Problem. Draußen hast Du hingegen allerhand zu beachten. Dabei habe ich noch nicht mal die weiteren Regeln angesprochen, wie Kennzeichnung der Drohne, Drohnenführerschein und Versicherung. Schau Dir dazu mal den Artikel auf Drohnen.de an  und darüber hinaus, wie die lokalen Regelungen sind. Zum Beispiel benötigst Du in Lübeck zusätzlich eine Drohnendrehgenehmigung, die vor jedem Flug bei der Stadt Lübeck beantragt werden muss. Zudem solltest Du Dich vor einem Flug informieren, ob das Areal, in dem Du fliegen möchtest, nicht irgendwelche Bereiche enthält, in denen Du gar nicht fliegen darfst oder zumindest eine Sondergenehmigung benötigst. Hierzu gibt es zwar Apps, die jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit aller Bereiche erheben.

Ausweichen auf eine DJI Mavic 2

In vielen Fällen fliege ich mit einer DJI Mavic 2, da ich mit Drohnenvideos und der Drohnenfotografie von Unternehmen oder Immobilienfotografie auch Geld verdiene. Bilder sind zwar auch mit der DJJ Avata möglich, aber in keiner so guten Auflösung. Mit der DJJ Avata fliege ich dann meistens Indoor um tolle Videoaufnahmen zu erstellen, wozu die DJI Mavic 2 wiederum ungeeignet ist. Dazu besitze ich einen großen Drohnenführerschein, eine Drohnenversicherung, bin als Drohnenpilot registriert beim Luftfahrtbundesamt und habe eine Allgemeingenehmigung der Luftfahrtbehörde des Landes Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Fazit: Drohne fliegen, ob FPV Drohne oder normale Drohne: die DJI Mavic Serie ist bei uns in Deutschland mit einem hohen verwaltungstechnischen bzw. organisatorischen Aufwand verbunden. Du fragst Dich, warum Du trotzdem häufig mal Drohnen über Dir siehst? Der Grund ist einfach: Weil sich viele Personen mit dem Thema Gesetze beim Drohnenflug nicht befassen. Das geht so lange gut, bis jemand zu Schaden kommt und spätestens dann wird es heikel, wenn man als Drohnenpilot die erforderlichen Genehmigungen etc. nicht vorweisen kann und die Versicherung im Fall der Fälle deswegen nicht zahlt.

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