So vermeidest Du Anfängerfehler in der Fotografie

Gerade in den Anfängen der Fotografie machen Neulinge einige Fehler. Zeit die sie sich ersparen könn(t)en. Im Endeffekt haben wir alle dieselben Probleme und Fragen gehabt. Auch ich habe anfangs viele Fehler gemacht. Ich möchte Dir einige Tipps geben, damit Du diese Fehler vermeidest. Die Zeit die Du Dir dadurch sparen kannst, könntest Du zum Beispiel in weitere Workshops investieren in Sachen Fotografie.

Ein Tipp Vorweg: Sei Du selbst Dein stärkster Kritiker und sieh Dir nach einiger Zeit Deine Bilder erneut an. Im Besten Fall hast Du an Deinen Werken nichts auszusetzen oder Du würdest sie vielleicht jetzt etwas anders komponieren und bearbeiten. Schaue gerne auf andere Fotografen und dessen Bilder und lasse Dich inspirieren. Kopiere aber nie und finde Deinen eigenen Stil!

Lerne mit Deiner Spiegelreflexkamera umzugehen

Wie viele Aha-Effekte ich hatte, nachdem ich mich nach und nach mit meiner Kamera auseinandersetzte, kann ich kaum noch zählen. Nimm Dir in einer ruhigen Minute das Handbuch Deiner Kamera und übe an verschiedenen Objekten praxisnah das Gelesene! Fotografieren lernen heißt unter anderem, die Knöpfe an Deiner Kamera zu verstehen und bedienen zu können.

Setze den ISO-Wert gekonnt ein

Der ISO-Wert ist, wie die weiteren Einstellungen Deiner Kamera (Blende, Verschlusszeit, Belichtungsmessung und Weißabgleich) eine Einstellung, die Dich Deinem perfekten Bild ein Stückchen näher bringen. Lerne den ISO-Wert richtig einzusetzen. Dazu habe ich vor einiger Zeit bereits einen Artikel geschrieben (Den ISO-Wert richtig einstellen).

Führe den Blick des Betrachters

Du kannst auf verschiedene Arten den Blick des Betrachters lenken. Durch farbliche Aspekte, zum Beispiel. Beim Einsatz von Komplementärfarben, wirkt ein Bild wesentlich harmonischer. Möchtest Du die volle Aufmerksamkeit auf das Motiv, ohne ablenkende Farben, setze das Objekt in schwarz/weiß in Szene. Überlege stets, wo soll der Betrachter hinschauen! Führe ihn durch Linien, Formen und Platzierung (Drittelregel auch bekannt, als goldener Schnitt). Mach Dir vor dem Bild kurz Gedanken, was Du mit dem Motiv/Objekt aussagen möchtest und platziere es danach im Bild.

Verwende kleine Speicherkarten

Speichkarten können auch mal kaputt gehen. Wenn Du zu Beispiel unterwegs bist, verwende mehrere kleine Karten 4GB oder 8GB, als eine 64GB. Zwar ist es bequemer, aber geht Dir diese eine große Karte kaputt, hast Du kein(e) Bild(er). Wenn Dir eine der kleineren Speicherkarten abraucht, hast Du immer noch die anderen auf denen ein Teil Deiner Bilder gespeichert ist. Natürlich besteht immer noch die Option der Datenrettung, aber tue Dir selbst einen gefallen und wechsle lieber ab und an das Speichermedium.

Abend- und Nachtfotografie

Der oben bereits angesprochene ISO-Wert ist in der Abend- und Nachtfotografie auch ein Wert, der Dir Dein Bild verhunzen kann. Hohes Bildrauschen zum Beispiel, weil Du den ISO-Wert zu hochgeschraubt hast. Oder das Bild verwackelt, weil Du kein Stativ oder Fernbedienung mit hattest. Auch hierzu habe ich bereits vor einiger Zeit einen Artikel geschrieben. Zwar geht es in diesem um die Mondfotografie, aber wie bei der Abend- und Nachtfotografie ist das Handwerk und Equipment so gut wie dasselbe.

Manuell fokussieren oder Autofokus

Je nachdem was Du fotografierst, würde ich mir immer etwas suchen, das Dir das Fokussieren erleichtert. Bei starken Kontrastunterschieden fällt es dem Autofokus deutlich leichter, den Fokus schneller zu finden. Mit etwas Übung gelingt Dir dies auch im manuellen Modus. Wenn Du Zeit zur Verfügung hast und ein Stativ nutzen kannst, probiere mal den Live-View Modus aus und fokussiere darüber.

Das Bild nicht überladen

Als Anfänger neigt man dazu, möglichst viel auf das Bild zu kriegen. Die Bilder wirken dadurch häufig überladen. Die Betrachter wissen gar nicht, wo sie hinschauen sollen. Wie oben bereits erwähnt, führe den Blick der Betrachter. Scheue Dich nicht, auch mal Näher ans Motiv zu gehen!

Mache Testaufnahmen!

In der Portraitfotografie ist nichts schlimmer, als wenn die Person die Du fotografieren möchtest warten muss. Vorweg, wenn sie warten muss, setze sie in Kenntnis was Du machst und wofür. Besser ist aber, Du hast bereits alles im Vorwege erledigt, bevor die Person eintrifft. Zum Beispiel bei einem Indoorshooting, stelle ich vorher alles ein. Wenn die Person dann kommt, kann das Shooting gleich beginnen. Eventuell muss kurz noch nachjustiert werden, aber zu großen Wartezeiten kommt es dann nicht mehr!

Fotografieren bei natürlichem Licht

Du hast sicherlich schon mal den Ausdruck Available Light gehört? Available Light steht dafür, mit dem zur Verfügung stehendem Licht zu fotografieren. Sowohl zur Tag-, als auch zur Abend- und Nachtzeit. Klar kann auch ein Blitz hier und dort eingesetzt werden, aber die Charakteristika von natürlichem Licht ist einfach traumhaft. Wenn Du zum Beispiel einen Gegenlichtaufnahme machst, ist der Einsatz eines Blitzes super. Und auch sonst möchte ich Blitze nicht verteufeln. Mit ihnen ist es möglich tolle Kontraste ins Gesicht zu setzen!

Stress Dich nicht und vermeide Druck

Druck ist eine Kreativbremse. Unter gewissen Umständen kann Druck hilfreich sein. Aber punkto Kreativität ist Stress ein Übel, das es zu vermeiden gilt. Wenn Du keine Lust zum Fotografieren hast, zwing Dich nicht dazu. Leg die Kamera auch ruhig mal zur Seite. Hab stets Spaß an der Fotografie.

Fazit: Alle Fotografen haben mal angefangen. Wir alle machen Fehler und das ist auch gut so, denn durch Fehler lernen wir uns sich zu verbessern. Also, hab keine Angst davor welche zu machen. Scheue Dich nicht jemanden zu fragen, wenn Du etwas wissen möchtest! Wenn Du wissen möchtest, wie sich der Preis eines Fotografen gestaltet, wird Dich sicherlich dieser Artikel interessieren: Welcher Preis ist für einen Fotografen angemessen.

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